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Computerspiele pädagogisch sinnvoll?

Computerspiele pädagogisch sinnvoll?
Foto: www.ard.de

Nach diversen Amokläufen in Universitäten und Schulen sind Computerspiele in die Kritik der Öffentlichkeit gerückt. Viele besorgte Eltern reagieren mit Spielverboten für ihre Kinder. Dabei scheren sie oftmals alle Spiele über einen Kamm und verurteilen Computerspielen per se als teuflisch. Es wird nicht berücksichtigt, dass die Bandbreite der Spiele äußerst groß ist. Der Computer gilt als „schlechtes“ Spielzeug, das Kinder zu Stubenhockern macht.

Computerspiele fördern die Entwicklung

Nach Ansicht von Experten für Kinder und Jugendliche sind Computerspiele durchaus eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und wirken sich positiv auf die Entwicklung aus (Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien). Die Spiele fördern die Denkfähigkeit, das Begreifen von Zusammenhängen und das Reaktionsvermögen. Als besonders positiv bewerten Pädagogen, dass Kinder durch die Spiele mit den Funktionen des Computers vertraut gemacht werden. Eigentlich sollte es heutzutage keine Diskussion mehr darüber geben, ob ein Computer sinnvoll ist oder nicht. Durch die technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung ist der Umgang mit dem Computer eine unabdingbare Voraussetzung für das Arbeitsleben geworden.



Welche Spiele sind zu empfehlen?

 
Spielend Lernen mit Edutain-

mentsoftware
 

Besonders zu empfehlen sind Strategiespiele. Dabei lernen Kinder, Zusammenhänge zu erkennen und strategisch und vorausahnend zu handeln. Das Spiel "Civilization" zum Beispiel simuliert Grundstrukturen historischer Prozesse. Auch Autorennen und Actionspiele haben eine positive Wirkung, sie dienen besonders gut zum Aggressionsabbau. Detektiv- und Adventure-Spiele wiederum steigern die Kombinationsfähigkeit.



Zudem gibt es auch richtige Lernspiele, sogenannte Edutainment-Software, um schreiben, lesen und rechnen zu lernen. Die spielerische Herangehensweise fördert dabei die Motivation der Kinder und Jugendlichen. Grundsätzlich schulen Spiele das strategische Denken, den Umgang mit Stress-Situationen und können konzentrationsfördernd sein. Die Faszination liegt darin, dass Kinder und Jugendliche beim Spielen in eine Phantasiewelt eintauchen können, wo sie dem Alltag entkommen und der Held sein können.



Welche Spiele sind nicht zu empfehlen?

Vorsichtig sollten Eltern bei Actionspielen mit Gewaltszenen sein. Diese können, genau wie Filme, Szenen enthalten, die von jüngeren Spielern nicht verarbeitet werden können und sie eventuell in ihrer Entwicklung beeinflussen. Allerdings ist das nicht zwangsläufig so, sondern von unzähligen Komponenten abhängig. Einige davon sind das soziale Umfeld des Kindes oder Jugendlichen, die Anzahl der Spielstunden und der Realitätsgrad des Spieles.

Je höher der dargestellte Gewaltgrad ist, desto eher sollen Eltern vermeiden, das Spiel ihren Kindern zugänglich zu machen . Daher sind gerade sogenannte Ego-Shooter für Kinder nicht zu empfehlen.



Wie suche ich die richtigen Spiele aus?


Kinder und Jugendliche müssen vor zuviel PC-Konsum geschützt werden. Wichtig ist, dass Eltern eine gute Balance zwischen der Zockerei in der eigenen Stube und dem Spielen mit anderen Kindern in der Natur herstellen. Sie müssen sich also durchaus in den Alltag der Kinder und Jugendlichen einmischen und Interesse zeigen.

Eine sinnvolle Kontrolle ist nur dann möglich, wenn sich die Eltern auch für die Hobbies der Kinder interessieren, sich zum Beispiel über die neuesten Computerspiele informieren und diese auch mit den Kindern spielen. Beim Kauf sollte man sich an die Altersfreigaben der Spiele halten und darauf achten, dass diese auch entsprechend ausgezeichnet sind. Bei nicht ausgezeichneten Spielen sollte die Altersfreigabe „Ab 18“ vorausgesetzt werden. Im Internet kann man sich darüber informieren:



www.bpb.de/snp (Computerspieldatenbank der Bundeszentrale für politische Bildung)

www.usk.de (Computerspieldatenbank der Unterhaltungssoftware zur Selbstkontrolle)



eVendi Tipp

Computerspiele sind so faszinierend, dass Kinder leicht die Zeit vergessen und ihre Fähigkeiten überbeanspruchen. Um keinen Stress auszulösen, beträgt die empfohlene Zeit für Kinder und Jugendliche über 10 Jahren etwa eine bis eineinhalb Stunden pro Tag.

 
Ein Spaß für die ganze

Familie - Wii Sports für

Nintendo Wii
 

Fazit

Computerspiele können sowohl sinnvoll, als auch gefährlich sein können. Wie bei vielen anderen Dingen gilt auch hier, dass der richtige Umgang und die Kontrolle entscheidend sind. Computerspielen kann sehr sinnvoll für Kinder und Jugendliche sein und das Erlernen des Umgangs mit dem Computer erhöht die Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Computerspiele aus dem Kinderzimmer zu verbannen macht also keinen Sinn. Vielmehr sollten sich Eltern aktiv für das Hobby der Kinder interessieren, um es so besser steuern zu können. Es ist sicherlich nicht dem Computer vorzuwerfen, wenn Kinder zu Stubenhockern mit Quadrataugen werden, sondern vielmehr dem mangelnden Interesse und der zu geringen Kontrolle der Eltern.


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Kommentare

heellooo :)

ich finde gewaltvolle computerspiele echt unnötig. sowas sollte verboten werden es macht kindern nur agressiv

Altersbeschränkungen?

Das ist doch für Kinder auch verboten du Vollhorst! Deswegen haben wir doch Altersbeschränkungen.

Alkohol ist auch nicht gut für Kinder, willst du den deswegen verbieten?

... nicht zu ausgiebig

Manche Computerspiele mögen ja pädagogisch wertvoll, aber das meiste, was ich so als Zaungast mitbekam, ist schlichtweg Schmarr'n. Ich gucke mir auch lieber eine Quizsendung an und rate/denke da mit, ab und an mache ich mal ein Computerquiz mit. Aber ansonsten habe ich viel zu viel Anderes vor ...

cool alter

alter dass voll geil aber was ist cs das ist hier nich erwähnt

CS

Meinst Du Counterstrike mit CS? Das ist - bei allem Respekt für den eSport - sicher kein Spiel das in die Kategorie "pädagogisch wertvoll" fällt. Daher wird es hier auch nicht erwähnt sein. :-)

RE:Allgemeinplätze aber gutes Fazit

Ich nehme an, das bezieht sich darauf, das in diesem Artikel darauf hingewiesen wird, das nicht alle PC Spiele für jeden geeignet sind.

So eine Aussage z.B. einem Shooter-Liebhaber wie mir nahe zu bringen, ist natürlich schwer. :-D

Jedoch muss man denke ich einsehen das das Argument "Das hat mir damals auch nicht geschadet" nicht unbedingt für jeden gilt.

 

Der Satz am Ende, auf den du hinweist, ist auf jedenfall als sinnvolle Richtlinie zu betrachten. 

Allgemeinplätze aber gutes Fazit

Leider entwickelt der Beitrag kein richtiges Profil, aber bewerte ich ihn als gelungen, weil das Fazit einen äußerst wichtigen Satz enthält:

"Es ist sicherlich nicht dem Computer vorzuwerfen, wenn Kinder zu Stubenhockern mit Quadrataugen werden, sondern vielmehr dem mangelnden Interesse und der zu geringen Kontrolle der Eltern."

Das kann man nur mehrfach unterstreichen!

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