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Batterie oder Akku - Was bringt bessere Leistung?

Batterie oder Akku - Was bringt bessere Leistung?
Foto: google.de

Jeder benutzt sie im täglichen Leben: In Uhren, Handys, Radio, ja sogar Autos. Die Batterien sind im modernen Leben gefragter denn je und müssen ebenso dem Stand der Technik angepasst werden. Doch was genau verbirgt sich hinter der Vielzahl an angebotenen Batterien?

Die Auswahl ist groß

Die zugrunde liegende chemische Redoxreaktion ist nicht in jeder Batterie dieselbe. Elektrische Werte unterscheiden sich von Typ zu Typ und die verschiedenen Bauformen kennen wir alle aus dem Laden. Ergo gibt es unzählige Arten von Batterien. Wir versuchen uns einen Weg durch den Wald der Batterien zu schlagen: Primärzellen sind Trockenbatterien, d.h. hier liegt der Elektrolyt nicht flüssig vor.

Nach eingesetzten Materialien unterscheidet man folgende Typen:

  • Alkali-Mangan-Batterie; 1,5 Volt Nennspannung pro Zelle
  • Zink-Kohle-Batterie; 1,5 Volt pro Zelle
  • Nickel-Oxyhydroxid-Batterie; 1,5 Volt pro Zelle
  • Lithium-Batterien; je nach Kathodenmaterial 2,9 bis 3,6 V
  • Lithium-Eisensulfid-Batterie; 1,5 Volt pro Zelle
  • Zink-Luft-Batterie; 1,5 Volt pro Zelle
  • Zink-Chlorid-Batterie; 1,5 Volt pro Zelle
  • Quecksilberoxid-Zink-Batterie; 1,35 Volt pro Zelle
  • Silberoxid-Zink-Batterie; 1,55 Volt pro Zelle
  • Natrium-Nickelchlorid-Batterie (Zebra-Batterie)

Auch nach Einsatzbereichen kann unterschieden werden. So gibt es einerseits Gerätebatterien, die zur Stromversorgung tragbarer Geräte dienen (für Rauchmelder, Wecker, Mobiltelefone, Taschenlampen etc.). Sie sind als Alkali-Mangan- oder Zink-Kohle-Batterien im Laden zu kaufen, letztere sind jedoch nur noch vereinzelt erhältlich. Andererseits kommen so genannte Starterbatterien bei Automobilen, Transaktionsbatterien bei Elektrofahrzeugen und stationäre Batterien zum Einsatz.

Beispiele für den Einsatz von Batterien und Akkus in Geräten


Batterie oder Akku?

Zink-Kohle-Batterien punkten mit ihrem guten Preis, jedoch sind sie leistungsschwach und können schnell auslaufen. Lieber sollte man dann auf Alkali-Mangan-Zellen zurückgreifen. Sie sind optimal für Uhren und Fernbedienungen. Die meisten Fotoapparate und Digitalkameras müssen mit Lithiumbatterien betrieben werden. Vor allem bei Kälte zahlt sich das gegenüber einfacheren Alkali-Mangan-Zellen aus. Hier muss man jedoch ein wenig tiefer in die Geldbörse greifen.

Einmalzellen müssen jedoch nicht überall angewandt werden.

Eine Alternative bei dauerhaftem und regelmäßigem Batterie-Gebrauch ist der Akku. Wenn dieser Gebrauch jedoch nicht gegeben ist, verliert sich die Ladung der Akkus innerhalb weniger Wochen. Dabei sind Metallhydrid-Akkus (NiMH) zu empfehlen, die im Vergleich zu ihren Vorgängern NiCd weniger giftig und leistungsstärker sind.

eVendi Tipp

Jede Batterie hat ihren eigenen Anwendungsbereich. Nicht einfach Primärzellen gegen Akkus austauschen. Keinesfalls Primärzellen aufladen!

Wohin mit der leeren Batterie?

Wie so fast alles ist auch die Entsorgung von Batterien in Deutschland genauestens geregelt. Die Batterieverordnung legt unter anderem fest, dass der Quecksilbergehalt in Batterien einen Wert von 0,0005 Gewichtsprozenten nicht überschreiten darf. Auch ist die Rückgabepflicht des Verbrauchers hier festgesetzt. Die Bundesregierung unterscheidet in drei Kategorien:

  • Schadstoffhaltige Batterien, d.h. hier liegen Überschreitungen von Grenzwerten bzgl. Quecksilber, Cadmium oder Blei vor
  • Starterbatterien
  • Sonstige Batterien

Hersteller und Vertreiber von Batterien sind verpflichtet, benutztes Material der Verbraucher wieder entgegen zu nehmen, deswegen hat eine Reihe großer Gerätebatteriehersteller (darunter Duracell, Energizer, Panasonic, Philips, Saft, Sanyo, Sony, Varta und der Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie ZVEI) das Gemeinsame RücknahmeSystem in Deutschland initiiert. Im Jahr 2006 beispielsweise wurden 13.100 Tonnen GRS Batterien gesammelt. Auf diese Weise können wertvolle Rohstoffe, wie Zink, Eisen, Nickel und Blei zurück gewonnen werden.

In Einzelhandelsgeschäften können die Verbraucher ihre Batterien kostenfrei in so genannten Sammelbehältern entsorgen. So lässt sich die Entsorgung leicht mit einem Einkauf verbinden. Dabei muss man sich nicht einmal die Mühe machen, die verschiedenen Batterien zu sortieren: In ganz Deutschland gibt es drei Sortierzentren, wo die gesammelten Batterien in verschiedene Systeme sortiert werden, um anschließend verwertet zu werden. Für nicht mehr zweckgerechte Autobatterien wurde in Deutschland ein Pfandsystem eingerichtet.

eVendi Tipp

Der Umwelt zuliebe wird auch in diesem Jahr wieder die BATT-Recycle Tour veranstaltet. Start war der 12. April 2008 in Geesthacht (Schleswig-Holstein). Vier Teams werden in 70 Städten mit einer Riesenbatterie jeweils drei Tage vor Ort sein. Wann und wo der Termin in Ihrer Stadt ist, erfahren Sie hier.

Batterien – kleine Technik, große Wirkung

Im Grunde genommen verbirgt sich hinter dem Begriff ein
Energiespeicher, der in der Lage ist, chemische in elektronische
Energie umzuwandeln. So kann diese Energie vom Verbraucher genutzt
werden, unabhängig von einem Stromnetz.

Dabei unterscheidet man grundsätzlich in Primär- und
Sekundakärbatterien. Erstere sind nicht wiederaufladbar, d.h. die
Entladung der chemischen Energie ist unwiderruflich. Sekundärbatterien
dagegen bieten die Möglichkeit, die Entladereaktion umzukehren. Man
kann sie, kurz gesagt, wieder aufladen. Eine begrenzte Aufladung ist bei
den RAM-Zellen möglich, sie haben jedoch keine weite Verbreitung
erfahren.

Der Begriff „Batterie“ bezeichnet den Zusammenschluss von
galvanischen Zellen. Sehr unterschiedliche Einsatzbereiche in Bezug auf
Spannung, Kapazität und Leistung haben eine beinahe unüberschaubare
Auswahl an Batterie-Modellen zur Folge. Die Spannung ist abhängig vom
Elektrodenmaterial; das Hintereinanderschalten mehrerer Batterien
ermöglicht eine höhere Spannung. Die elektrische Ladung hingegen, die
für die Nutzung in der Batterie zur Verfügung steht, wird als Kapazität
bezeichnet und in Amperestunden gemessen (Ah).

Die Kapazität kann durch Parallelschaltung mehrerer Batterien erhöht werden,
hängt aber stark von Umwelteinflüssen ab. Bei starker
Sonneneinstrahlung oder langer Lagerung vor der Entladung, wird die
Kapazität geschwächt. Alle Batterien erliegen nach einer gewissen Zeit
der Selbstentladung. Die Menge von elektrischer Energie, die aus der
chemischen Energie pro Zeiteinheit gewonnen werden kann, wird als
Leistung bezeichnet. Sie ergibt sich als Produkt von Entladestrom und
-spannung.

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