Sicherheitstipps zum Wintersportvergnügen

Quelle: www.skiaccess.com

Damit das Snowboarden und Skifahren für Anfänger, aber auch für Fortgeschrittene, in den weißen Bergen zum „Alpen“-Traum und nicht zum „Alb“-Traum wird, sollte man einige wichtige Tipps beim Einstieg, aber auch beim erneuten Wintersporturlaub beachten. Neben diversen Unfällen auf der Piste, zum Beispiel Stürzen oder Kollisionen mit anderen Ski- oder Snowboardfahrern, gibt es natürlich auch Unfälle abseits der Pisten. Im Idealfall verhindert man solche Situationen durch umsichtiges Fahren. Ist es dann aber zu einem Unfall gekommen, verhindern Protektoren und Safety-Guards schlimmere Verletzungen.

Das richtige Verhalten auf der Piste

Das Einhalten von einfachen Verhaltensregeln auf der Piste ist die Grundlage für einen angenehmen Urlaub und kann oft den ungewollten Besuch im ortsansässigen Krankenhaus verhindern. Wie im Straßenverkehr gelten auch auf der Skipiste „Vorfahrtsregeln“. So hat man als Fahrer auf die vor einem fahrenden Wintersportler zu achten und auch das Umschauen nach rechts und links ist ungemein wichtig. Kleine Pausen werden -für andere sichtbar- am Rand der Piste gemacht. Das seitliche Kreuzen der Piste ist nur unter Rücksichtnahme auf ankommende Fahrer durchzuführen. Besonders im Funpark können schwere Verletzungen mit einfachen Handzeichen beim Einfahren in den Park oder an Boxes, Rails und anderen Dingen verhindert werden.

Wie aber kann man sich schützen, wenn andere diese Regeln nicht befolgen oder es trotz korrekter Fahrweise doch einmal zu einem Sturz kommt? Von der richtigen Skibrille über Handschuhe bis hin zu Helmen und Protektoren reicht die Bandbreite der Hersteller. Neben dem richtigen Board oder den richtigen Skiern sollte man nicht an den Schützern sparen. Denn auch hier gilt: „Safety first!“

Der Helm: Vom gehassten Kopfschutz zum modischen Accessoire

Insbesondere der Helm litt lange Zeit unter dem Image, uncool zu sein. Moderne Snowboardhelme helfen nicht nur das Verletzungsrisiko in Parks, Rails und im Backcountry zu minimieren. Sie bieten heutzutage neben der Schutzfunktion auch ein stylisches Design und einen komfortablen Sitz. Nebenbei hält ein Helm den Kopf auch noch schön warm. Und wenn es zu warm ist, lassen sich die Helme durch das entfernen von Polstern an das jeweilige Klima anpassen. Was auf den Pisten in den USA schon länger ein gewohntes Bild ist, entwickelt sich nun auch in Europa zum unverzichtbaren Accessoire für jeden Wintersportler, egal ob Anfänger oder Profi.

Worauf ist zu achten?

Im Grunde unterscheiden sich Ski- und Snowboardhelme nur im Design. Die etwas schnittigere Form der Skihelme deutet die höheren Geschwindigkeiten an, die robuster wirkenden Snowboardhelme die höhere Variabilität der jeweiligen Sportart. Generell schützen beide Helmtypen den Kopf gleich gut. Ein Helm ist eine Anschaffung, die in der Regel einige Jahre hält. Demnach ist es ratsam, beim Helm in die Gesundheit zu investieren. Ein grundsolider Helm ist bereits ab 30-40 Euro erhältlich. Profihelme können schnell einige hundert Euro kosten. Diese unterscheiden sich in der Stabilität sowie im Zubehör und letztendlich auch im Design. Eingebaute Kopfhörer, Lawinenschutzsender und Passformverbessernde Polster. Dem Zubehör sind kaum Grenzen gesetzt. Marken wie Giro, Red, Bollé, Smith und Burton sind nur einige gute Namen, bei denen man nichts verkehrt machen kann.

Skibrillen: Klare Sicht, bei widrigen Bedingungen

Die Skibrille sorgt nicht nur für einen erhöhten Stylefaktor im Schneevergnügen, sondern hat eine Vielzahl weiterer Aufgaben. Die wichtigsten drei Funktionen sind hier aufgelistet:

  1. UV-Licht: Auch bei Nebel und Schneefall ist es wichtig, seine Augen gegen UV-Licht zu schützen. Bei widrigen Bedingungen eignen sich Brillen mit rot-orange getönten Gläsern. Sie verdeutlichen Konturen im Schnee und verbessern auch bei schlechter Sicht die Orientierung. Bei extremer Sonneneinstrahlung sind Brillen mit stark getönten und 100% UV-Schutz zu empfehlen. Verspiegelte Brillen eignen sich jedoch nur bei dunklen Brillen, da jede Verspiegelung gleichzeitig eine dunklere Sicht bewirkt, die bei oranger Tönung von Nachteil sein kann.
  2. Zugluft: Besonders bei starken Winden pfeift einem der Wind ordentlich um die Ohren. Wenn einem dann der eisige Wind in die Augen pustet, fangen diese schnell an zu tränen. Um auch bei solchen Bedingungen komfortabel sehen zu können, lohnt sich der Umstieg von der Sonnenbrille auf die Skibrille.
  3. Sturz: Stürze gehören dazu. Oft sind sie harmlos, manchmal haut es einen aber auch vollkommen unerwartet nach vorne über die Kante. Wer dann mit dem Gesicht im Schnee bremst, den schützt eine Skibrille vor Verletzungen der Augen. Eine qualitativ hochwertige Brille zeichnet sich durch flexibles und robustes Rahmenmaterial, sowie durch bruchfestes Glas aus. Zudem halten qualitativ hochwertige Brillen einfach länger.

Protektoren: ohne Angst auf der Piste

Besonders Anfängern helfen Protektoren und nehmen die Angst vor dem Fallen. Gerade beim Snowboarden können anfänglich leichte Stürze auf Dauer weh tun. Aber auch für Fortgeschrittene sind die Gelenkschützer zu empfehlen. Wer sich einen Rundumschutz zulegen möchte, der ist schnell mit einigen hundert Euro dabei. Welche Protektoren wirklich sinnvoll sind und in welchem Preissegment sie sich bewegen wird im Folgenden beschrieben.

Rückenpanzer:

Der Rückenpanzer ist neben dem Helm einer der wichtigsten Protektoren. Denn am Rücken ist der Mensch ebenso empfindlich und verletzlich wie am Kopf. Ein Rückenpanzer bedeckt den gesamten Rücken vom oberen Brustbein bis hin zum Steiß. Er besteht aus mehreren, ineinandergreifenden Spezialplastik-Elementen, die sich bei Bewegungen mit der Wirbelsäule flexibel biegen. Es gibt Rückenpanzer in verschiedenen Ausführungen. Ob der Panzer wie eine Weste angezogen, oder mit Bauchgurt und Schulterträgern umgeschnallt wird, die Schutzfunktion ist die gleiche. Wichtig ist, dass die Verarbeitung hochwertig, die Beweglichkeit und letztendlich der Komfort angenehm sind.

Knie- und Ellenbogenschützer: Was beim Skateboarden gut ist, kann beim Snowboarden nicht schaden

Sicherlich ist der weiße Untergrund wesentlich weicher als beim Skateboarden auf der Straße. Aber auch im Winter kommt es oft vor, dass der Schnee durch die Sonne tagsüber schmilzt und durch die frostigen Temperaturen nachts wieder zu einer Eisschicht gefriert. Fällt man dann mit dem Ellenbogen oder den Knien auf so eine Eisschicht, kann das schmerzhaft sein. Daher lohnt es sich, seine Gelenke zu schützen. Dafür müssen keine extra Snowboardschützer her, Vorhandene vom Inline-Skating oder Skateboarden erfüllen den Zweck ebenfalls. Teilweise haben Hosen derartige Protektoren schon integriert. Beim Neukauf ist darauf zu achten, dass die Schützer angenehm sitzen und nicht schnüren. Auch hier sollte das Motto immer sein: Qualität zahlt sich aus, schließlich geht es um deine Gelenke – und die gibt es nur einmal.

Alternative: Wer seinen gesamten Oberkörper komplett schützen möchte, der ist mit einer Protektor-Jacke bestens beraten. Diese ist weitaus mehr als eine Alternative und wird einfach unter der Winterjacke getragen. Die Protektorjacke ist ausgestattet mit Schützern an allen Gelenken des Oberkörpers sowie am Unterarm. Zudem hat sie einen integrierten Rückenpanzer.

Handschuhe und Wristguards: Schützen die Hände vor Verletzungen und Kälte

Beim Snowboarden ist ein Handschuh weit mehr als nur ein modisches Accessoire. Durch den häufigen Kontakt mit Schnee und Eis müssen Handschuhe extrem robust sein und zusätzlich gut vor Kälte schützen. Da Stürze beim Snowboarden meistens mit den Händen abgefangen werden, ist die Verletzungsgefahr der Handgelenke deutlich höher als beim Skifahren. Viele Hersteller rüsten deshalb ihre Handschuhe mit integrierten Protektoren, sogenannten Wristguards, aus. Der Sinn dieser Protektoren liegt darin, das Handgelenkt bei leichten Stürzen zu stabilisieren und bei sehr schweren Stürzen die mögliche Bruchstelle vom komplizierten Handgelenk auf den Unterarm zu verlagern. Sicher kann auch ein Schützer keine Wunder bewirken, aber beim Aufprallen auf Eisflächen und harten Untergründen hat er sich sehr bewehrt.

Alternative: Wer sich gerade neue Handschuhe gekauft hat oder vor teuren neuen Handschuhen scheut, der kann sich auch mit den Wristguards vom Inlineskating behelfen. Einfach unter den Handschuh gezogen bieten sie ähnlichen Schutz und akzeptablen Tragekomfort.

LVS – Lavinenverschütteten Suchgerät

Das LVS ist ein handygroßes, batteriebetriebenes Gerät, das Signale versendet, die von gleichen Geräten empfangen werden können. Für alle, die oft abseits der Pisten unterwegs sind und auch sonst das Risiko schneebedeckter Hänge nicht scheuen, ist es ein Muss, ein solches Gerät in der Tasche zu haben. Und so funktioniert es:
Das Gerät sendet ein Signal auf einer festgelegten Frequenz und wird im sendenden Zustand getragen. Werden im Ernstfall Personen von einer Lawine verschüttet, können Nicht-Verschüttete ihre Geräte von der Funktion „senden“ auf „empfangen“ umstellen. So werden das Signal und damit der Verunglückte auf einer großen Fläche geortet. Das Empfangssignal ist als piepsender Ton hörbar. Die Frequenz dieses Tons nimmt zu, je dichter man dem Verschütteten kommt.
Neben einem solchen Gerät sollte zusätzlich immer eine Lawinenschaufel zur Standard-Sicherheitsausrüstung von Freeridern gehören.

Alternative: Mittlerweile statten immer mehr Hersteller ihre Produkte mit LV-Sensoren aus. Diese können von örtlichen Sicherheitskräften geortet werden und bieten so ausreichenden Schutz im kleinen Umkreis des Skigebietes. Integriert gibt es diesen Chip in Jacken, Hosen, Handschuhen, Ski- und Snowboardschuhen und Rucksäcken.

eVendi.de Team | 26.10.2007 16:07
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