Samsung Galaxy Tab 10.1 im Test - das bessere iPad 2? Teil 3: Das Duell

Quelle: Samsung

Im dritten Teil der eVendi Tablet Artikelserie befassen wir uns mit der Frage, ob Samsungs Galaxy Tab 10.1 eine echte Herausforderung für den Marktführer Apple iPad 2 ist, wo die Vor- und Nachteile der jeweiligen Kandidaten liegen und an welchen Kriterien sich Käufer je nach ihren persönlichen Anforderungen bei der Kaufentscheidung orientieren können.

 

Galaxy Tab 10.1Formfaktor

Wie in Teil 1 erläutert, wurde das ursprünglich geplante Galaxy Tab 10.1 von Samsung nach Erscheinen des iPad 2 überarbeitet, um Apple in Sachen Gewicht und flachem Design Paroli bieten zu können. Dieses Ziel hat Samsung erreicht: Das 10.1 ist 0,2 mm dünner und ca. 40 g leichter als Apples aktuelles Tablet. Das ist sicher kein entscheidender Unterschied, gleichwohl geht Samsung hier als Sieger ins Ziel.


Haptik, Anmutung und Verarbeitung

Die Verarbeitung beider Tablets macht einen sehr guten und stabilen Eindruck. Dass Apple in diesem Punkt trotzdem vorne liegt, ist der soliden Aluminiumrückseite des iPad 2 zu verdanken, die einfach einen noch besseren Eindruck macht als die durchaus hochwertig anmutende, texturierte Kunststoffrückseite des Galaxy Tabs. Ein positiver Effekt der Metallrückseite von Apple ist eine extrem hohe Verwindungssteife, die als allgemeines Qualitätsmerkmal bei Handheld-Produkten gilt. Beide Tablets sind gut ausbalanciert und lassen sich auch mit einer Hand bequem halten. Die Rückseiten beider Kandidaten sind empfindlich gegen Kratzer. Will man das vermeiden, empfiehlt sich die Verwendung einer geeigneten Schutzhülle, nicht aber der Smart Cover von Apple, die nur auf dem Display aufliegen, Seiten, Ecken und Rückseite hingegen ungeschützt lassen.

iPad 2Computer Bild hat die Kratzempfindlichkeit des Displays des iPad 2 mit der des ersten iPad und anderer Tablets verglichen und ist zu dem ernüchternden Ergebnis gekommen, dass die Scheibe von Apples jüngstem Tablet deutlich kratzempfindlicher ist als die des Vorgängers. Auch im Vergleich zum Motorola Xoom erweist sich das Display als weniger robust. Bei Samsung kommt hingegen das bekannte Gorilla Glas von Corning zum Einsatz, das sich u.a. durch besonders ausgeprägte Kratzfestigkeit auszeichnet und aus Erfahrung über jeden Zweifel erhaben ist.

Anlass zu Kritik gibt die teilweise etwas ungleichmäßige Ausleuchtung beider Tablets, die freilich nur bei großflächig dunklen Bildinhalten zutage tritt. Da dieses Phänomen bei beiden Herstellern von Gerät zu Gerät unterschiedlich stark ausgeprägt ist und wir jeweils nur ein Exemplar gegenüberstellen konnten, entzieht sich dieser Aspekt einer seriösen Bewertung.

16:10 oder 4:3?

Samsung hat sich beim Seitenverhältnis des Bildschirms für das Format 16:10 entschieden, Apple hingegen für 4:3. Vorteile bringt Samsungs Breitbildformat im Bereich Multimedia, denn die meisten aktuellen Filme und YouTube Videos kommen im Seitenverhältnis 16:9 und können dadurch den zur Verfügung stehenden Platz optimal ausnutzen, sodass die üblichen schwarzen Streifen über und unter dem Bild entfallen oder deutlich schmaler ausfallen als auf dem iPad 2. Nicht umsonst werden fast alle aktuellen LCD-Fernseher mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Punkten angeboten, was exakt einem Seitenverhältnis von 16:9 entspricht.

Galaxy Tab 10.1Ganz anders sieht es aus, wenn man das Tablet schwerpunktmäßig zum Lesen und Surfen verwenden will. Hier hat das Format des iPad 2 die Nase vorn, denn das 4:3 Format kommt unseren Lesegewohnheiten besser entgegen, und im Hochformat können mehr Wörter in einer Zeile angezeigt werden als beim Galaxy Tab 10.1. Hält man das iPad 2 im Querformat, ist es ebenfalls im Vorteil, denn das Mehr an gleichzeitig darstellbaren Zeilen erfordert selteneres Scrollen, während die Länge der Zeilen angenehm bleibt. Welchem Konzept man den Vorzug geben will, kommt ganz auf den Einsatzzweck an. Diese Runde geht daher unentschieden aus.

Das Display

Ein Tablet besteht fast nur aus seinem Bildschirm, sodass der Qualität des Displays für den Gesamteindruck entscheidende Bedeutung zukommt. Unsere Kandidaten von Apple und Samsung verfügen unbestritten über die beiden besten Displays, die bei aktuellen Tablet Computern zum Einsatz kommen. Das iPad 2 hat eine Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten, das Galaxy Tab 10.1 trumpft mit deutlich besseren 1280 x 800 Pixeln auf. Es ist vielfach zu lesen, dass Apples Farben etwas zu flau seien, während das Tab von Samsung etwas zu bunt daherkomme. Wir schließen uns diesem Urteil an. Unserer Meinung nach hat Apple es mit der Farbintensität etwa in gleichem Maße untertrieben wie Samsung es übertrieben hat. Schrift wirkt auf dem Galaxy Tab klarer, Bilder und Filme feiner aufgelöst. Da die Vorteile der höheren Auflösung klar auf der Hand liegen und beide Tablets sich ansonsten bei der Darstellung keine Blöße geben, ist Samsungs Display überlegen.

Konnektivität

Beide Modelle sind mit Bluetooth, Dual Band WLAN nach dem n-Standard und einem proprietären Multiport ausgestattet, an den sich mithilfe separat zu erwerbender Adaptern externe Geräte und Speichermedien anschließen lassen. Damit bleiben leider beide Kandidaten deutlich hinter der Konkurrenz mit Nvidias Tegra 2 zurück, denn Modelle wie das Motorola Xoom oder das Acer Iconia A500 verfügen über native USB- und HDMI-Anschlüsse sowie Steckplätze für Speicherkarten, die für die Erweiterung des internen Speichers genutzt werden können. Den Vogel in dieser Hinsicht schießt allerding Apple ab, denn der Anschluss von USB-Geräten ist dort nicht einmal mit Adapter vorgesehen. Das schwache Bild, das das iPad in diesem Punkt abgibt, wird durch den ewigen Zwang  unterstrichen, iTunes oder besondere Apps nutzen zu müssen, wenn man überhaupt Daten und Medien zwischen Computer und Tablet transferieren möchte. Das Galaxy Tab meldet sich zwar leider nicht als Massenspeicher am PC an, wird aber über das Media Transfer Protocol in den Windows Explorer eingebunden, was eine unkomplizierte Datenverwaltung vom PC aus ermöglicht. Die Kommunikation zwischen einem Mac und dem Samsung Tab gestaltet sich allerdings schwierig. Samsungs Software Kies ist in ihrer neuesten Version zwar auch für Macs erschienen, legt dem Nutzer aber ähnliche Zwänge auf wie iTunes. Neben der Möglichkeit, USB-Geräte wie Speichersticks anzuschließen, kann man beim Galaxy Tab 10.1 auch recht einfach über die Protokolle FTP und SMB über WLAN vom PC auf das Tablet und umgekehrt vom Tablet auf den PC zugreifen, um Daten zu kopieren, zu verwalten und Medien auf das Tablet zu streamen. Nicht zuletzt wegen der höheren Flexibilität hat das Galaxy Tab 10.1 in diesem Bereich die Nase vorn.

Leistungsfähigkeit und HardwareiPad 2

Sowohl Apple als auch Samsung haben Dual Core Prozessoren mit dem standardmäßigen Höchsttakt von 1.0 Gigahertz auf ARM9-Basis verbaut. Von der reinen Prozessorleistung her sollten die beiden Kontrahenten sich nicht viel nehmen. Anders sieht es bei der Grafikleistung aus: Zahlreiche im Netz veröffentlichte Benchmarks und auch unsere Gegenüberstellung sprechen dafür, dass die von Samsung genutzte Ultra-Low Power Grafikeinheit des Tegra 2 Prozessors bei weitem nicht an die Leistung der von Apple bevorzugten On-Chip-Lösung SGX543MP2 von PowerVR heranreicht. Der Vorsprung des iPad 2 in Punkto Grafikleistung macht sich vor allem bei der Performance der grafischen Benutzeroberfläche sowie bei aufwändigen Spielen wie dem bekannten "Dungeon Defender: First Wave" bemerkbar. Das auf der bekannten Unreal Engine aufgebaute Spiel sieht auf dem iPad 2 schicker aus und läuft gleichzeitig etwas flüssiger. Das iPad 2 kann mehr und aufwändigere Effekte gleichzeitig darstellen und ruckelt im Gegensatz zum Galaxy Tab überhaupt nicht. Und auch in der täglichen Bedienung macht sich Apples Vorsprung bemerkbar. Dazu später mehr. Der Sieger im wichtigen Bereich Hardwareleistung heißt iPad 2.

Die Kameras

…gehören sicher nicht zu den Stärken der beiden Aspiranten. Sowohl Samsung als auch Apple haben hier ins untere Regal gegriffen und damit dem Umstand Rechnung getragen, dass Tablets sich aufgrund ihres Formates nicht wirklich zum Fotografieren und Filmen eignen. Die Fotos, die man mit der rückseitigen Hauptkamera des iPad 2 aufnehmen kann, haben schon aufgrund der geringen Auflösung von nur 960 x 720 Pixeln höchstens Schnappschussqualität. Videos werden im Format H.264 mit einer Auflösung von 1280 x 720 Punkten aufgezeichnet und erreichen eine akzeptable Qualität. Die ausschließlich für Videotelefonie geeignete Frontkamera mit 640 x 480 Pixeln (VGA) besitzt ebenso wie die andere Kamera des iPad 2 einen fixen Fokus. Samsung Hauptkamera wartet mit immerhin 3,2 Megapixeln auf und macht mit der maximalen Auflösung von 2.048 x 1.536 Pixeln bessere Fotos als das iPad 2. Im Gegensatz zu Apples Kameras kommt bei Samsung ein Autofokus zum Einsatz. Wirklich brauchbar sind bei guten Lichtverhältnissen die Videos des Galaxy Tabs, die mit der gleichen Auflösung wie bei Apple aufgenommen werden. Samsungs Vorsprung in Sachen Kameras wird durch ein Fotolicht abgerundet, das bei Apple komplett eingespart wurde. Die Frontkamera des Galaxy Tab 10.1 hat 2 Megapixel, eignet sich aber trotzdem nur für Videotelefonie. 
Galaxy Tab 10.1
Überzeugen können insbesondere die Fotos beider Geräte nicht. Während die iPad 2-Fotos generell als unteririsch bezeichnet werden müssen, fehlt es auch bei Samsung generell an Schärfe, Kontrasten und Belichtungsumfang, wenn auch auf höherem Niveau als bei Apple. Besser sieht es bei den Videofunktionen aus, die sich für spontane Filmchen zwischendurch durchaus eignen – solange genug Licht vorhanden ist. Klarer Gewinner in dieser eher nebensächlichen Disziplin ist das Galaxy Tab 10.1.

Bedienung und Spaßfaktor

Jetzt wird es eng für das Galaxy Tab 10.1: Unterstützt durch die leistungsfähigere Grafikeinheit bietet das iPad 2 eine User Experience, die man nur mit einem Wort beschreiben kann: perfekt! An jeder Stelle ist zu spüren, wie ausgereift die Abstimmung der aus einer Hand stammenden und parallel entwickelten Hard- und Software ist. Das Bedienkonzept des iPad 2 ist in sich völlig konsistent, intuitiv und bis ins Detail durchdacht. Ein Beispiel: Öffnet man unter Apples Betriebssystem iOS den Browser, obwohl WLAN deaktiviert ist, bietet das iPad 2 an, WLAN zu aktivieren, während sich unter Android Honeycomb auf dem Galaxy Tab 10.1 direkt der Browser mit der Meldung öffnet, dass die angewählte Seite nicht verfügbar ist. Unterstrichen wird der hervorragende Eindruck durch wirklich schöne, butterweiche Animationen und ein bisher unerreicht rasantes Tempo, das immer gehalten wird.

Von dieser Perfektion ist Android 3.1 Honeycomb auf den aktuellen Tablets mit Tegra 2 Prozessor noch ein Stück weit entfernt. Zur Ehrenrettung des Galaxy Tab 10.1 muss man aber darauf hinweisen, dass wegen dessen höherer Auflösung auch eine höhere Grafikleistung gefordert ist. Die beim iPad 2 fehlenden Widgets sind nützlich, erfordern aber ebenfalls mehr Leistung als die statischen Icons auf Apples Startbildschirmen. Unabhängig davon vermittelt Honeycomb in der getesteten Version 3.1 einfach einen etwas unfertigen Eindruck. Sind etwa zu viele Widgets auf einem Startbildschirm, stottern die Übergänge beim Homescreenwechsel leicht. Die Animationen sind zwar nett anzusehen, können aber mit Apples perfektem Eye Candy nicht mithalten und laufen auch nicht immer ganz ruckelfrei ab. Die Bedienung ist einfach und intuitiv, wirkt aber nicht so detailverliebt wie beim iPad 2. Insgesamt macht das Scrollen und Blättern mit der Oberfläche des Marktführers mehr Spaß und ist einfach cooler als das Bedienerlebnis unter Honeycomb 3.1. Hier ist noch Verbesserungspotential vorhanden, dass hoffentlich mit künftigen Betriebssystemversionen ausgeschöpft werden wird.

Klarer Vorteil für Apple - die Apps

Zu diesem Thema braucht man nicht viel zu sagen: Der App Store von Apple bietet Besitzern des iPad 2 zurzeit nicht weniger als etwa 90.000 Anwendungen zum Download an, die speziell für die iPads der ersten und zweiten Generation angepasst sind. Dabei läuft jede ursprünglich für das iPad 1 programmierte App ohne weiteres auch auf dem iPad 2. Da Android Honeycomb 3.1 noch nicht lange verfügbar ist, steht hier naturgemäß noch eine viel geringere Anzahl an angepassten Anwendungen zur Verfügung. Von den im Juli 2011 insgesamt im Android Market verfügbaren 420.000 Apps laufen zwar die meisten auch unter Honeycomb, für Tablets angepasst ist davon bisher aber nur ein geringer Teil. Dieses massive Ungleichgewicht zugunsten des iPad 2 wird aber im Laufe der Zeit mit zunehmender Verbreitung der Android Tablets allen Prognosen zufolge immer weiter abnehmen. Gleichwohl: Zum jetzigen Zeitpunkt geht dieser Punkt eindeutig an das iPad 2.

Offenes System vs. abgeschottetes System

Apples großartiges Bedienkonzept hat natürlich einen Preis, an dem sich die Geister scheiden. Dieser Preis ist die weitgehende Entmündigung des Users zugunsten einer möglichst totalen Kontrolle durch Apple. Neben dem schon erwähnten iTunes-Zwang macht sich Apples Gängelung seiner Kunden auch an vielen anderen Stellen bemerkbar. Apps etwa sind ausschließlich in Apples App Store zu bekommen, während man unter Honeycomb nach Aktivierung einer entsprechenden Option auch Apps verwenden kann, die nicht aus dem offiziellen Android Market stammen.
iPad 2 mit SmartCover
Die Anbieter im App Store haben auch inhaltliche Vorgaben von Apple zu beachten: Man behält sich vor, Apps zu sperren, die anderen Usern missfallen könnten. Die Entscheidung darüber fällt Apple nach eigenem Ermessen - man könnte auch sagen willkürlich. So sind in der Vergangenheit schon mehrfach Apps zensiert worden, die Politikerkarikaturen beinhalten. Eine App des Magazins Stern wurde verbannt, weil dort eine Galerie mit erotischen Fotos zu sehen war. Ein E-Book-Reader, der neben vielen anderen Büchern auch eine Ausgabe des Kama Sutra darstellen kann, ist ebenfalls Apples strengen Sittenwächtern zum Opfer gefallen. Und die Macher der Bild App übten sich bis vor kurzem lieber gleich in vorauseilendem Gehorsam, indem sie die Nackte von Seite 1 in der App züchtig bedeckten. Stellungnahmen oder Diskussionen zu diesen Entscheidungen lehnt Apple generell ab. Kritische Stimmen sehen in Apples Zensur einen Verstoß gegen die Presse- und Meinungsfreiheit und bemängeln, dass Apples Entscheidungen völlig intransparent seien. 

Im Gegensatz zum offenen Android lässt iOS keinerlei Änderungen am Betriebssystem zu. In den ersten Versionen, die auf dem iPad 1 liefen, konnte man noch nicht einmal das Hintergrundbild des Launchers frei wählen. Bei Android hingegen hat man alle erdenklichen Freiheiten. Von der Benutzeroberfläche über vorinstallierte Apps bis hin zu einzelnen Bestandteilen des Betriebssystems: Jeder kann selber entscheiden, was er haben möchte und was nicht. So kann das Galaxy Tab 10.1 unter Honeycomb normalerweise keine sogenannten Ad-hoc-Netzwerke erkennen, die man mit modernen Smartphones aufspannen kann, die dann quasi als Funkmodem für das Tablet fungieren. Kein Problem: Im Netz ist eine veränderte Version der entsprechenden Betriebssystemdatei zu bekommen, die das möglich macht. Apps können unter iOS nicht ohne weiteres auf andere Anwendungsverzeichnisse und deren Daten zugreifen. Wer also mehrere Anwendungen zur Bearbeitung von Dateien wie Dokumenten nutzen will, steht vor der Hürde, dass standardmäßig kein Zugriff auf die Dateien der anderen Apps möglich ist. Und auf das Dateisystem als solches besteht auf den iPads ohnehin kein Zugriff. Unter Honeycomb gibt es zwar für jede App ein Standardverzeichnis, in dem Dateien der jeweiligen Anwendung abgelegt werden. Durch den freien Zugang zum Dateisystem wie auf einem PC kann der Nutzer aber letztlich selber entscheiden, wo die Daten liegen und von welchen Apps sie verwendet werden. Für den Datenaustausch mit dem heimischen Rechner sieht Apple standardmäßig nur den Umweg über iTunes vor, während ein Honeycomb Tablet zumindest unter Windows automatisch in den Explorer eingebunden wird und dort wie jedes andere Laufwerk verwaltet werden kann.

Galaxy Tab 10.1Auch gegenüber fremden Technologien zeigt sich Apple zugeknöpft. Ein sehr bekanntes Beispiel und gleichzeitig einer Hauptgründe dafür, warum viele Tablet-Käufer einen Bogen um das iPad 2 machen, ist Apples Weigerung, die wichtige Browsererweiterung Flash für Videos, Multimedia-Websites oder Spiele in iOS zu implementieren oder eine spätere Installation durch den Nutzer zuzulassen. Apple unterstellt Adobes plattformübergreifender Technologie, sie sei langsam, unsicher und instabil. Folglich sehen iPad-Besitzer in ihrem Browser anstelle von Animationen und Videos oft nur Platzhalter ohne Funktion.

 

iPad 2 oder Galaxy Tab 10.1 - eine Frage des eigenen Anspruchs

Um für sich herauszufinden, welcher der beiden Kandidaten den Zuschlag erhalten soll, ist eine Analyse der eigenen Wünsche und Nutzungsgewohnheiten unerlässlich. Wer mit seinem Tablet einfach nur unkompliziert surfen, Spiele spielen und Medien konsumieren möchte und außerdem viel Wert auf eine möglichst große Anzahl an verschiedenen Anwendungen legt, ist mit dem iPad 2 sicher besser bedient. Apples Tablets bietet die coolere User Experience, die einfachere, intuitivere Bedienung und verlangt dem Anwender keinerlei Vorkenntnisse ab. iOS ist rund und hervorragend integriert. Der Preis dafür sind diverse Einschränkungen wie eine geringe Anpassbarkeit und Flexibilität. Tablets mit Honeycomb 3.1 wie das Galaxy Tab 10.1 eignen sich eher für Nutzer mit Vorkenntnissen, die auch bereit sind, sich näher mit dem Betriebssystem auseinanderzusetzen und die Flexibilität, die Android bietet, auszunutzen. Das Galaxy Tab bietet das bessere Display, die besseren Kameras und eignet sich eher für Multimedia-Anwendungen und Filme in diversen Formaten sowie den freien Austausch von Dokumenten und sonstigen Dateien mit dem heimischen PC. Der typische Käufer eines iPad 2 möchte sich gerade nicht näher mit der Technik und dem Betriebssystem seines Gadgets befassen, der Android Fan hingegen schätzt gerade die Offenheit seines Systems und die vielen Möglichkeiten, es genau seinen Vorstellungen anpassen zu können.

Viele interessante, nützliche und verständlich aufbereitete Informationen rund um Smartphones und Tablet-Computer findet man auf vernetzt.de.

Vanessa Baaske | 24.08.2011 17:03
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