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Was müssen moderne Geschirrspülmaschinen heute können?

Was müssen moderne Geschirrspülmaschinen heute können?
Foto: © Alexander Raths - Fotolia.com

Wenn man die heutige Generation von Spülmaschinen mit der von vor zwanzig Jahren vergleicht, kann man feststellen, dass sich viel getan hat. Gerade in Bezug auf Energie- und Wasserverbrauch ist bei der Geschirrspülmaschine geradezu ein Quantensprung gelungen. Durch den flächendeckenden Einzug der Mikroprozessor-Technologie bei allen Herstellern sind heute Einstellungen bei Spülmaschinen möglich, von denen der Verbraucher früher nur träumen konnte. Zum einen ist die moderne Geschirrspülmaschine erfreulicherweise sehr viel leiser geworden, zum anderen ist es nicht mehr nötig, einen Pilotenschein zu besitzen, um die unterschiedlichen Programme der Spülmaschine richtig einstellen zu können. Bedienkomfort wird heute groß geschrieben. Und wer heute noch meint, das Spülen von Hand sei die wirtschaftlichste Methode, um schmutziges Geschirr wieder strahlend sauber zu bekommen, der irrt. Die Universität Bonn wollte es genau wissen und ließ zum Geschirrspülen antreten. Ergebnis: Die Handwäsche von zwölf Gedecken verbraucht im Durchschnitt 46 Liter Wasser. Um das Wasser zu erhitzen, werden zusätzlich zwei kWh an Energie gebraucht. Das macht zusammen ca. 55 Cent pro Handabwasch. Für die gleiche Menge Geschirr kostet ein Spülgang mit der Maschine hingegen durchschnittlich gerade einmal 24 Cent. Wenn Sie viermal die Woche die Geschirrspülmaschine anwerfen, summiert sich die Ersparnis auf ca. 64,50 Euro pro Jahr.

Weitere technische Errungenschaften der letzten Jahre

Moderne Geschirrspülmaschinen können mit der sogenannten Fuzzy-Logik das Wasch- und Spülprogramm nach dem Verschmutzungsgrad des Geschirrs ausrichten. Hierbei misst ein Sensor die Verschmutzung des Spülwassers und erkennt so, ob das Geschirr bereits sauber oder ein weiterer Spülgang erforderlich ist. Zusätzlich wird mit einem Beladungsmesser die Menge des eingeräumten Geschirrs gemessen und das Spülprogramm entsprechend ausgerichtet. So kann viel Strom und Wasser eingespart werden.

Eine weitere Errungenschaft der letzten Jahre ist der Wärmetauscher für optimale Energieausnutzung. Zwischen den Spülgängen der Geschirrspülmaschine muss immer wieder Wasser erhitzt werden. Beim Wärmetauscher wird das neue Wasser bereits mit der Wärme des letzten Spülgangs vortemperiert. So kann pro Spülgang rund 15% Energie gespart werden. Ein weiterer Vorteil des Wärmetauschers ist, dass nun beim Klarspülen kein kaltes Leitungswasser mehr auf das heiße Geschirr trifft. So wird empfindliches Kristall- und Porzellangeschirr geschont.

Eine der wichtigsten Eigenschaften einer Spülmaschine wird heute in Buchstaben angegeben: die Energieeffizienz. Die Werteskala reicht von A bis G, wobei A die Bestnote darstellt. Auch Energieverbrauch und Trockenwirkung von Geschirrspülmaschinen werden nach dem gleichen Notensystem angegeben. Grundsätzlich empfiehlt es sich, eine Maschine der Klasse A oder B zu wählen. Die Geräte liegen zwar in der Preisklasse etwas höher, der Anschaffungspreis amortisiert sich jedoch schnell durch den geringeren Strom- und Wasserverbrauch. Moderne Geschirrspülmaschinen haben ein Arbeitsgeräusch von unter 47 dB vorzuweisen. Ob die Programme für das Oberkorbspülen oder die Besteckschublade benötigt werden, sollte je nach Gebrauch entschieden werden.

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Zwei beliebte Geschirrspüler im unteren Preissegment

Die Exquisit EGSP 13 E/B ist eine Spülmaschine der Energieeffizienzklasse A. Das Arbeitsgeräusch liegt mit 53 dB etwas über den geforderten Normen, die Lautstärke ist mit der einer normalen Unterhaltung vergleichbar. Die Spülmaschine kann mit 12 Gedecken beladen werden, verfügt also über ausreichend Platz. Der Wasserverbrauch der Exquisit liegt bei 16 Litern pro Spülgang, der Stromverbrauch bei 231 kWh. Die Geschirrspülmaschine verfügt nicht über die neue Fuzzy-Logik, überzeugt jedoch mit sieben verschiedenen Spülprogrammen.

eVendi Tipp
Die Standfüße der Exquisit EGSP 13 E/B sind nicht höhenverstellbar. Um Problemen beim Einbau vorzubeugen, sollte man also vor dem Kauf darauf achten, dass das Gerät gut in die Küchenzeile passt.

Ein Gerät in der gleichen Preisklasse, das auch in der Energie- und Wassereffizienzklasse A angesiedelt ist, ist beispielsweise die Bomann GSP 777. Auch die Bomann verbraucht ca. 16 Liter pro Spülgang und liegt im Stromverbrauch bei 231 kWh. Das Gerät verfügt ebenfalls über ein Fassungsvermögen von zwölf Gedecken, der Bedienkomfort fällt jedoch deutlich schmaler aus: Die Spülmaschine besitzt nur drei Spülprogramme. Nachteilig ist zudem, dass die Geschirrspülmaschine kein Display besitzt und so beispielsweise Fehler nur per LED-Lämpchen angezeigt werden. Diese LEDs zeigen auch den Programmablauf an. Auf eine Anzeige, wie lange die Spülmaschine noch braucht, muss demnach verzichtet werden. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Spülleistung der Bomann. Obwohl bei modernen Spülmaschinen ein Vorspülen nicht mehr erforderlich sein sollte, schafft die Maschine starke Verschmutzungen oft nicht. Auch ein Nachpolieren der Gläser ist laut Nutzerbewertungen häufig erforderlich.

Fazit
Beide Geschirrspülmaschinen erbringen für ihre Preisklasse eine überzeugende Leistung. Sollten einen die Nachteile gegenüber Top-Maschinen jedoch stark stören, lohnt sich die Investition in ein hochwertigeres Gerät. Damit sich die Anschaffung gegenüber den vorgestellten Geschirrspülmaschinen jedoch auch preislich rentiert, sollte auf einen deutlich niedrigeren Strom- und Wasserverbrauch geachtet werden. Langfristig lohnt sich so insbesondere bei häufigem Gebrauch oft der Kauf eines Gerätes der oberen Preisklasse.

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