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Durchlauferhitzer - Viel besser als ihr Ruf

Durchlauferhitzer - Viel besser als ihr Ruf
Foto: www.fotolia.com

Warmes Wasser aus der Leitung: Für einen Großteil der Bevölkerung heute eine Selbstverständlichkeit. In vielen Häusern und Wohnungen erfolgt die Warmwasseraufbereitung dabei mithilfe von Durchlauferhitzern, auch Thermen genannt. Diese dezentrale Form der Warmwasseraufbereitung verbuchen einige Verbraucher pauschal mit hohen Kosten, ohne dem Thema intensivere Aufmerksamkeit geschenkt zu haben. Für wen sich die Installation von Durchlauferhitzern empfiehlt und wie die Geräte optimal kostensparend zum Einsatz kommen, verrät Ihnen eVendi.de.

Warmwasseraufbereitung: Zentral oder dezentral?
Grundsätzlich gibt es die zentrale und die dezentrale Art der Warmwassererzeugung. Preiswert und gleichzeitig energiesparend kann das Wasser zentral, d.h. mit modernen Heizkesseln aufbereitet werden – eine gute Lösung für Einfamilienhäuser und Etagenwohnungen. Sind die Rohre allerdings über zehn Meter lang, dauert es in der Regel zu lange, bis warmes Wasser aus der Leitung fließt. Bei diesen herkömmlichen Warmwassersystemen mit zentralem Speicher und langen Leitungen zu den einzelnen Wasserhähnen, läuft somit eine Menge (noch kaltes) Wasser in den Abfluss und verursacht hohe Wasserkosten.

Eine Lösung bietet in diesen Fällen eine dezentrale Warmwasseraufbereitung. Diese eignet sich nicht nur, wenn Heizkessel und Zapfstelle weit von einander entfernt liegen. Auch in Gäste-WCs oder in Ferienhäusern ist die dezentrale Warmwasseraufbereitung durch Strom eine wirtschaftliche Lösung, da die Investitionskosten bei diesen Systemen gering sind.

Dezentrale Warmwasseraufbereitung: Durchlauferhitzer und Co.
Neben Boilern sind es vor allem Durchlauferhitzer, die in dezentralen Systemen zum Einsatz kommen. Jede Zapfstelle benötigt dabei ein eigenes Warmwassergerät. Ein energie- und somit kostensparender Vorteil dieses Systems: Die Geräte erwärmen das Wasser nur, wenn es wirklich benötigt wird. Wer einen Durchlauferhitzer besitzt, verfügt dabei sofort über warmes Wasser, während Besitzer von Boilern sich in Geduld üben müssen. Hier wird das Wasser erst aufbereitet und wenn die Menge an warmem Wasser, die der Boiler fasst, verbraucht ist, muss wieder erwärmt werden.

Durchlauferhitzer lassen sich schnell und preiswert installieren, dafür sind die Verbrauchskosten insgesamt höher als bei zentraler Warmwasseraufbereitung. Eine Auswahl an Durchlauferhitzern finden Sie hier.

eVendi Tipp
Achten Sie beim Kauf von Durchlauferhitzern unbedingt auf die entsprechenden Gütesiegel und Zertifizierungen. Zudem sollte die Installation ausschließlich vom Fachmann durchgeführt werden.

Der große Unterschied: Hydraulische oder elektronische Durchlauferhitzer?
1. Hydraulisch gesteuerte Durchlauferhitzer
Diese Geräte arbeiten abhängig vom Wasserdruck, d.h. sie erfordern bereits zur Einschaltung eine Mindestdurchlaufmenge. Für die Erhitzung von kleinen Wassermengen sind sie somit wenig geeignet. Je nachdem wie stark Sie Ihren Wasserhahn aufdrehen, schaltet der hydraulische Durchlauferhitzer in eine der zwei möglichen Erwärmungsstufen. Ändert sich die Wassermenge, verändert sich auch die Temperatur innerhalb des eingestellten Leistungsbereichs. Dreht also jemand woanders in der Wohnung den Hahn auf oder spült das WC, wird es Ihnen unter der Dusche ungewollt heiß und kalt. Klar: Wenn weniger Wasser mit gleicher Leistung erwärmt wird, bewirkt dies einen Temperaturanstieg und umgekehrt. Hydraulische Durchlauferhitzer sind preiswerter als ihr elektronischen Kollegen und wie der Stiebel Eltron HDB 18 für rund 200€ zu haben.


2. Elektronische Durchlauferhitzer

Beinahe unabhängig vom Wasserdruck arbeiten elektronische Durchlauferhitzer, so dass auch kleine Wassermengen warm aus dem Hahn fließen. Die Wassermenge hat somit bei diesen Geräten keinen Einfluss auf die Temperatur. Die Versorgung mehrerer Zapfstellen (Dusche, Waschbecken, Spüle) ist somit ohne lästige Temperaturschwankungen möglich. Die gewünschte Temperatur wird direkt am Gerät eingestellt (zwischen 30°C und 60°C) und über ein Display angezeigt. Sie sparen Wasser, weil dieses nicht mehr zur Regulierung der Temperatur benötigt wird und sparen Strom, wenn Sie die Temperatur reduzieren. Zwar sind elektronische Durchlauferhitzer in der Anschaffung etwas teurer als hydraulische Geräte, dafür sind die Energiekosten hier wesentlich geringer. Eine Auswahl an elektronischen Durchlauferhitzern finden Sie hier.
Besonders praktisch in der Küche oder im Gäste-WC sind übrigens Kleindurchlauferhitzer, die sich durch ihre geringe Größe überall leicht integrieren lassen.

Fazit:
Durchlauferhitzer sind insgesamt eine wirtschaftliche und komfortable Möglichkeit der Warmwasseraufbereitung. Sie verbrauchen durch die kurzen Leitungswege weniger Wasser und Energie als die oftmals üblichen Warmwassersysteme mit zentralem Speicher im Keller. Strom wird zudem nur verbraucht, wenn tatsächlich warmes Wasser gezapft wird. Sie haben somit die Möglichkeit, einiges an Geld zu sparen. Aber ganz unabhängig davon, wie Ihr warmes Wasser erzeugt wird: Denken Sie daran, dass Ihr Geldbeutel am ehesten durch einen sparsamen und bewussten Verbrauch geschont wird. Die Energiekosten senken Sie beispielsweise auch durch den Einbau von Sparbrausen.

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Kommentare

dachte immer Durchlauferhitzer wären Grundsätzlich schlecht

Echt gut mal zu hören das dies gar nicht stimmt. Hab bei der Wohnungssuche immer alles pauschal abgelehnt, was einen Durchlauferhitzer hat..

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