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Mobil mit dem Notebook oder Netbook - Notebooks für Gamer (Teil 5)

Mobil mit dem Notebook oder Netbook - Notebooks für Gamer (Teil 5)
Foto: © aldorado - Fotolia.com

Mit dem fünften und letzten Teil der Artikelserie wendet sich eVendi.de heute den Gamer-Notebooks zu. Notebooks für Gamer sollen zumeist einen Desktop-PC ersetzten und sind oft der einzige Rechner im Haushalt. Obwohl ein Desktop-PC bei vergleichbarer Leistung deutlich preiswerter ist, erfreuen sich Gamer-Notebooks großer Beliebtheit.

Die Gründe dafür können zum Beispiel der geringere Platzbedarf oder die Möglichkeit sein, das Notebook an verschiedenen Orten nutzen zu können. In den Augen vieler User passt ein Tower-Gehäuse mit Bildschirm und Tastatur auch einfach nicht in die sorgfältig zusammengestellte Einrichtung des Raumes, in dem gespielt, gearbeitet und gesurft werden soll.

Was aber muss ein Notebook für den anspruchsvollen Spieler leisten? Nicht mehr und nicht weniger als das bestmögliche Spielerlebnis. Dazu gehört Grafik in den höchsten Einstellungen, die Anwendung von Bildverbesserungsverfahren wie Antialiasing und anisotroper Filterung sowie nicht zuletzt ein absolut flüssiges Spielerlebnis ohne jedes Ruckeln. Als Regel gilt hier, dass die Framerate bei keiner denkbaren Spielsituation jemals unter 30 Bilder pro Sekunde sinken darf.

eVendi.de konzentriert sich heute auf ein Produkt aus dem eVendi Preisvergleich, das alle Voraussetzungen eines typischen Spielenotebooks perfekt erfüllt und daher eine klare Kaufempfehlung erhält:

Ein typisches Gamer-Notebook zeichnet sich zunächst durch einen großen Bildschirm mit mindestens 17 Zoll Diagonale aus. Die Auflösung sollte nicht unter 1440 x 900 Pixeln (WXGA+) liegen. Weitere infrage kommende Auflösungen sind 1680 x 1050 (WSXGA+), 1920 x 1080 (1080p) und 1920 x 1200 (WUXGA+). Die meisten Gamer ziehen ein glänzendes (Glare) Display wegen der brillanteren Farbdarstellung vor. Da Gamer-Notebooks fast nie draußen verwendet werden und sich Lichtquellen im Hintergrund meistens vermeiden lassen, fällt das Problem von Spiegelungen nicht so ins Gewicht wie bei Geräten, die auf Mobilität und längeres Arbeiten ausgelegt sind.

Hardwarepower pur für das perfekte Spielerlebnis

Mag bei einem Desktop-PC ein schneller Dual-Core-Prozessor zusammen mit einer leistungsfähigen Grafikkarte noch für alle aktuellen Spiele ausreichen, sollte bei einem Notebook für Gamer schon ein 4-Kern-Prozessor der neuesten Generation an Bord sein. Denn gegenüber Ihren für Desktop-PCs vorgesehenen Pendants sind die mobilen CPUs immer noch ein ganzes Stück schwächer. Die meisten Hersteller setzen dabei auf eine CPU aus Intels Core i7-Serie für Mobilcomputer. Der Grundtakt dieser Prozessoren ist teilweise erstaunlich niedrig, was im Falle keiner oder gringer Auslastung dabei hilft, den Stromverbrauch in Grenzen zu halten. Unter Last, also vor allem beim Spielen, können sich diese CPUs aber automatisch einen deutlich höheren Takt genehmigen, um die geforderte Leistung zu bringen. Als Beispiel sei der Core i7-720QM genannt, der seinen Takt zwischen 1.6 und 2.8 Gigahertz anpassen kann. Eine weitere Besonderheit von Intels Core i7 ist die Fähigkeit, einzelne Kerne abzuschalten, wenn diese nicht benötigt werden.

Der Speicherausbau sollte mindestens 4 Gigabyte betragen. Bis zu dieser Untergrenze gilt: Viel hilft viel. Der Nutzen von zusätzlichem RAM ist begrenzt, weil auch die heute neuesten Spiele schlicht und einfach nicht mehr ausnutzen. Aber schaden werden 6 oder 8 Gigabyte in keinem Falle, und vielleicht ist man damit dann auch künftig auf der sicheren Seite.

Für die Leistungsfähigkeit einer anderen entscheidenden Komponente, nämlich der eingebauten Grafiklösung, gilt zunächst das Gleiche wie bei den CPUs: Die Leistung etwa einer ATI (AMD) Mobility Radeon HD 5850 liegt massiv unter der des Desktop-Pendants Radeon HD 5850. Da Gamer-Notebooks gekauft werden, um auch höchste Anforderungen an die Hardware zu meistern, empfiehlt sich auch hier sinnbildlich der Griff ins obere Regalfach. Als Grafikprozessoren kommen für Spielenotebooks z.B. auch Nvidias Geforce GTX 480M, 470M und 460M oder 285M infrage. Neben einem schnellen Chip ist auch ein dedizierter Grafikspeicher von mindestens 1 Gigabyte nach dem schnellen GDDR5-Standard angezeigt. Grafikkarten mit GDDR3-Speicher genügen den Anforderungen an ein Gamer-Notebook nicht.

Notebook an Erde

Neben dem stets vorhandenen, analogen VGA-Anschluss sollte ein Gamer-Notebook auch über einen digitalen HDMI-Port verfügen, damit das Gerät ohne Qualitätseinbußen an einen Monitor oder einen LCD-Fernseher angeschlossen werden kann. So machen Spiele und vor allem auch Filme noch mehr Spaß. Bluetooth sollte ebenfalls vorhanden sein, um Headsets und Eingabegeräte wie Mäuse kabellos mit dem Notebook verbinden zu können. Um die so gut wie bei jedem Notebook vorhandenen Standardschnittstellen wie USB 2.0 und Ethernet (LAN) braucht man sich keine Gedanken zu machen. 

Viel Platz für neue und alte Spiele

Die Wahl einer Festplatte mit weniger als 500 Gigabyte Kapazität macht im Hinblick auf die Größe aktueller Spiele wenig Sinn, zumal die meisten Spieler Abwechslung schätzen und nicht bereit sind, ältere Spiele inklusive abgespeicherten Fortschritten und Spielständen zu deinstallieren, nur damit für das neue Game genug Platz auf der Platte ist. Ladezeiten bei Spielen lassen sich durch die Verwendung eines Solid State Drive (SSD) oder von zwei herkömmlichen Festplatten im Raid-0-Verbund teilweise deutlich verringern. Das SSD glänzt vor allem mit extrem kurzen Zugriffszeiten, was sich beim Laden von räumlich auf der Festplatte verteilten Spieledaten deutlich bemerkbar macht, während ein Raid-0-Array seine Stärken beim sequenziellen Lesen großer, räumlich zusammen liegender Datenblöcke ausspielt. Näheres zum Thema kann man hier erfahren.

Da eigentlich alle Spiele nach wie vor (auch) auf DVD erscheinen und Multimediafähigkeiten von Gamern zwar gerne mitgenommen werden, aber nicht im Vordergrund stehen, ist ein Blu-ray-Laufwerk nicht zwingend Bestandteil eines Spielenotebooks. Hier reicht ein üblicher DVD/CD-Multiformatbrenner aus.

Als Betriebssystem empfiehl eVendi.de Windows 7 in einer beliebigen Version. Windows 7 ist das modernste, sicherste und smarteste Betriebssystem von Microsoft und bietet als einziges Unterstützung der neuesten Programmierschnittstelle DirectX 11, die in künftigen Spielen verstärkt zur Anwendung kommen wird.

Mobil mit dem Gamer-Notebook? Lieber nicht!

Völlig nebensächlich sind bei Notebooks für Gamer Mobilitätsaspekte wie Gewicht und Akkuleistung. Obwohl das Gamer-Notebook natürlich deutlich einfacher bewegt werden kann als ein Desktop-PC, sollte sich der Käufer darüber im Klaren sein, dass der Transport dieser Geräte schon in Geschleppe ausarten kann. Ebenso lohnt sich das Verlassen des Hauses ohne Netzteil in der Regel nicht, denn im Hinblick auf den hohen Stromverbrauch der verbauten Hardware dürfte der Akku spätestens dann den Geist aufgeben, wenn man sich gerade warmgespielt hat.

 

Asus G73JH-TZ014V
Der taiwanesische Hersteller Asus ist bekannt für seine erfolgreichen Spielenotebooks. Das G73JH-TZ014V wartet mit einem 17.3 Glare-Display auf. Die Auflösung beläuft sich auf 1920 x 1080 Pixel (1080p, Full-HD). Als Grafiklösung kommt der High-End-Chip ATi Mobility Radeon HD 5870 mit 1024 Megabyte GDDR5-Videospeicher zum Einsatz, der zu den schnellsten mobilen Grafikprozessoren auf dem Markt gehört. Die moderne 4-Kern-CPU Intel Core i7-720QM (siehe oben) wird durch eher überdimensionierte 8 Gigabyte Hauptspeicher unterstützt. Dieser Prozessor genügt ebenso wie die Grafiklösung höchsten Anforderungen und garantiert ein flüssiges Spielen bei bester Grafik.

Der verbaute Soundchip von Creative bietet als Alleinstellungsmerkmal Spielesound nach dem hauseigenen Standard EAX 4.0 sowie 3D Audio und einen optischen S/PDIF Ausgang. Erfahrungsgemäß bevorzugen viele Spieler über Kopfhörer bzw. Headset emulierten Surround-Sound, den diese Karte in bester Qualität liefern kann.

Der Massenspeicher aus zwei 500-Gigabyte-Festplatten im Raid-0-Verbund sorgt für zügiges Laden von Spielen und Anwendungen. Dem Anschluss an einen externen Bildschirm steht dank HDMI-Schnittstelle nichts im Wege. Bluetooth ist ebenso vorhanden wie Gigabit-LAN und W-LAN nach dem durchsatzstarken n-Standard. Als weitere Austattungsmerkmale sind ein Blu-ray-ROM-Laufwerk, dass DVDs und CDs auch beschreiben kann, sowie ein Kartenlesemodul, eine Webcam und 4 USB 2.0-Anschlüsse zu nennen. Als Betriebssystem ist Windows 7 Home Premium vorinstalliert. Bei einer Breite von 415 mm und dem stolzen Gewicht von knapp 4 Kilo bietet sich das Gerät eher für den stationären Einsatz an. Das Design soll an das Aussehen eines Stealth-Bombers erinnern.

eVendi Tipp
Beim Kauf eines Gamer-Notebooks muss man aufpassen, denn ein hoher Preis allein garantiert nicht, dass der neue Spielkamerad auch tatsächlich genug Leistung unter der Haube hat. Neben der offensichtlichen Bildschirmgröße sollte man insbesondere auf CPU, Grafiklösung und genügend Speicher achten. Dabei geben die Bezeichnungen der verbauten Komponenten keinen Aufschluss über die Leistungsfähigkeit. So muss eine höhere Modellnummer nicht automatisch mehr Leistung bedeuten. 1 Gigabyte Videospeicher nützen einem beispielsweise nicht viel, wenn der Speicherbus nur 128 Bit breit ist und zusammen mit langsamem GDDR3-Speicher zum Flaschenhals wird.

Lesen sie zum Thema auch die anderen Artikel der eVendi-Artikelserie:

Mobil mit dem Notebook oder Netbook - Welches Gerät ist das richtige für welchen Anwender? (Teil 1)

Mobil mit dem Notebook oder Netbook - Netbooks für Mobile-User (Teil2)

Mobil mit dem Notebook oder Netbook - Notebooks für Office-User (Teil 3)

Mobil mit dem Notebook oder Netbook - Notebooks für Multimedia-User (Teil 4)

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