Grün und schön - Schritt für Schritt zum neuen Rasen

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Ein schöner Rasen ist das Herzstück der meisten Gärten. Dicht und grün soll er sein, weich unter den Füßen, robust gegenüber spielenden Kinder und Gartenpartys. Gerade nach dem Winter machen sich jedoch oft braune Flecken und kahle Stellen bemerkbar, und manchmal hilft es nur, einen Rasen ganz neu anzulegen, vor allem, wenn er jahrelang vernachlässigt wurde.

Wir zeigen in einer Schritt für Schritt-Anleitung, wie sie diesen Sommer Ihren Liegestuhl auf einer schönen Rasendecke aufstellen können und welche Gerätschaften sich besonders eignen.

Der beste Zeitpunkt um einen neuen Rasen anzulegen, ist April bis Mai.

I. Das Saatgut

Entscheiden Sie zuerst, wofür Sie Ihren Rasen hauptsächlich nutzen. So ist Spiel- oder Gebrauchsrasen ein wahrer Alleskönner, der weder unter spielenden Kindern einknickt und zudem recht pflegeleicht ist. Wenn Sie mehr Wert auf ein strahlendes zartes Grün legen, das eine Augenweide beim Blick in Ihren Garten bietet, ist Zierrasen die bessere Wahl. Liegen Teile Ihres Rasens in halbschattigen Bereichen (im Vollschatten hat höchstens Kunstrasen eine Chance), kann Schattenrasen dennoch für saftiges Grün sorgen. Am besten lassen Sie sich im Gartenfachmarkt die passende Mischung zusammenstellen. Haben Sie mehrere Rasenflächen, kann auch unterschiedlicher Rasen die beste Lösung sein – z.B. Zierrasen für den Vorgarten und Spielrasen für die Flächen, die auch wirklich benutzt werden. Wenn Sie nicht gleich einen ganz neuen Rasen anlegen wollen, gibt es auch spezielle Rasen- Nachsaat, um dünne Stellen auszugleichen.

II. Vorbereitung des Bodens

Wenn ein neuer über einem alten Rasen angelegt wird, muss der alte erst mal weg. Mähen Sie den Rasen möglichst dicht über dem Boden vollständig ab. Das Schnittgut darf nicht liegenbleiben. Unumgänglich für die Anlage eines neuen und die Pflege eines Rasens ist ein Vertikutierer, der die Grasnarbe auflockert, Moos entfernt und den Boden belüftet. Für große Flächen lohnt sich ein Benzinvertikutierer, da er nicht an ein Kabel gebunden ist und über einen stärkeren Motor verfügt. Elektrovertikutierer eignen sich für Flächen bis 500 Quadratmeter. Ist nur ein kleiner Rasen geplant, reicht auch ein Handvertikutierer aus. 

Die zukünftige Rasenfläche wird nun gründlich vertikutiert, sowohl in Längs- wie in Querrichtung, bis der Boden schön locker und gleichmäßig aussieht. Filzige Klumpen wie Moos und Unkraut, aber auch Steine und Wurzeln können mit der Harke entfernt werden. Vorhandene kleine Löcher oder Hügelchen werden ebenfalls mit einer Harke ausgeglichen. Jetzt macht sich ein Blick auf den Boden bezahlt: Grass wächst am liebsten auf nährstoffreicher, nicht zu sandiger, aber auch nicht zu lehmiger Erde. Bei sehr schwerem Boden kann das Einarbeiten von Sand helfen. Sehr sandige Böden können kein Wasser halten und müssen daher mit Torf oder Humus angereichert werden. Der ph-Wert der Erde ist zwischen 5,5 – 7,0 am rasenfreundlichsten. Mit einem ph-Bodentest lässt sich dieser Wert ganz leicht feststellen. Liegt er zu niedrig, kann er durch das Streuen von gelöschtem Kalk erhöht werden.

Optimal ist es, wenn die so vorbereitete Erde sich 14 Tage setzen und so wieder verdichten kann.

III. Verfestigen

Wenn die Erde  jetzt noch so locker ist, dass man einsinkt, sollte sie mit einer Rasenwalze verfestigt werden, damit später eine ebene Fläche entsteht. Für kleine Areale reicht es auch, die Erde vorsichtig (!) mit profillosen Schuhen festzutreten.

IV. Düngen

Ein spezieller Starter-Dünger bereitet den Boden bestmöglich auf die jungen Graspflänzchen vor. Zum Ausbringen von Samen und Dünger gibt es preiswerte und praktische Streuwagen, die auch im Winter zum Streuen von Salz und Split verwendet werden können. Kleine Flächen kann man auch per Hand säen und düngen. Da Grassamen sehr klein und leicht sind, sollte diese Arbeit an einem windigen Tag unbedingt vermieden werden.

V. Säen

Endlich kommen unsere Grassamen in den Boden. Schön gleichmäßig wird der Rasen, wenn Sie die Fläche einmal längs und einmal quer bearbeiten bzw. mit dem Streuwagen kreuzweise abfahren. Gräser sind Lichtkeimer, brauchen also Sonnenlicht, um den Keimvorgang auszulösen. Dennoch empfiehlt es sich, das Saatgut ganz leicht unterzuharken oder mit einer dünnen Schicht Torf zu bestreuen, aber nur so viel, dass das Saatgut noch sichtbar bleibt, aber nicht so leicht weggeweht. Auch ein leichtes Andrücken mit der Gartenwalze ist möglich.

VI. Gießen

In den ersten drei bis vier Wochen braucht der sprießende Rasen vor allem Wasser. Achten Sie darauf, nicht mit einem starken Strahl zu wässern, um die Samen nicht fortzuschwemmen.

VII. Mähen

Nach ca. sechs Wochen kann der junge Rasen, wenn er 8-10 cm erreicht hat, zum ersten Mal die Bekanntschaft mit dem Rasenmäher machen. Dabei sollte er nicht gleich zu stark gekürzt werden, damit er schnell und kräftig wächst und sich schön verwurzelt.

 

eVendi Tipp Zwischen April und Juni wächst Rasen am stärksten. In schattigen Ecken kann man ihn mit ca. 3,5 cm Halmlänge ruhig kürzer halten, damit er nicht zu feucht wird und Moos ansetzt, in sonnigen Lagen braucht er schon 5 cm, um der Austrocknung zu widerstehen. Abgemähtes Gras kann ruhig auf dem Rasen liegenbleiben, wenn es gleichmäßig verteilt wird. Das spart Arbeit und ist ein natürlicher Dünger.

Hannah Michels | 26.03.2012 13:54
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