Galaxy Nexus mit Android 4.0 Ice Cream Sandwich

Die Fans von Google und Samsung haben Grund zur Freude: Der Internet- und der Hardwareriese haben ihr neues Gemeinschaftsprojekt in Form des Smartphones Samsung Galaxy Nexus i9250 mit vorinstalliertem Android 4.0 Ice Cream Sandwich vorgestellt. Das neue Samsung Smartphone ist damit nicht nur das weltweit das erste Gerät mit Googles aktuellster Version von Android sondern weiß auch auf der Hardwareseite zu überzeugen.

Samsung Galaxy Nexus i9250Samsung Galaxy Nexus i9250: Die Hardware

Die Auflösung des riesigen 4,65-Zoll-Displays mit HD-tauglichen 1280 x 720 Pixeln setzt neue Maßstäbe im Smartphonebereich. Die Punktdichte des gewohnt scharfen und farbkräftigen Super AMOLED Bildschirms ist mit 315 dpi enorm hoch und dürfte mit dem bloßen Auge keine einzelnen Pixel mehr erkennen lassen. Damit wird zumindest das 326-dpi-Display des iPhone mit 960 x 640 Pixeln beworben, das allerdings nur eine Bildschirmdiagonale von 3,5 Zoll zu bieten hat. Das Gehäuse ist leicht gebogen, das Displayglas dezent gekrümmt. Die ab Android 3.x obsoleten Hardwaretasten sind entfallen. Mit dem 8,94 mm dünnen Gehäuse mit rutschfester Rückseite unterbietet das neue Google-Handy den Vorgänger Nexus S um zwei mm. Die Maße sind 135.5 x 67.94 x 8.94 mm bei einem Gewicht von 135 Gramm. 

Unter der Haube verrichtet eine Dual Core CPU mit 1,2 GHz ihren Dienst, die von einem Gigabyte RAM unterstützt wird. Laut Google ist der Prozessor des Galaxy Nexus schneller als der ebenfalls von Samsung stammende A5 des iPhone 4S. Der Flashspeicher ist je nach Modell auf 16 oder 32 GB ausgebaut. Der Speicher lässt sich mangels Kartenslot nicht nachträglich erweitern. Die rückseitige 5-Megapixel-Kamera mit geringer Auslöseverzögerung soll auch bei schlechten Lichtverhältnissen gute Ergebnisse bringen und nimmt Videos in Full HD (1920 x 1080) auf. Die Frontkamera mit ihren 1,3 Megapixeln reicht für Videotelefonie.

Die für Deutschland vorgesehene Version des Samsung i9250 beherrscht den schnellen Datenfunk HSPA+; ob die parallel erscheinende Variante mit dem noch schnelleren, in Deutschland aber bisher nur bei wenigen Providern im Testbetrieb verfügbare Standard LTE auch hierzulande erscheinen wird, bleibt offen. Geklärt ist hingegen die weitere Ausstattung des Galaxy Nexus: Bluetooth 3.0, WLAN nach dem aktuellen n-Standard und USB 2.0 sind ebenso an Bord wie Barometer, Lagesensor, Kompass, Umgebungslichtsensor und ein Chip für Near Field Communication (NFC), ein neuartiges mobiles Bezahlsystem.

tabtech.de konnte auf einer Samsung-Veranstaltung einen ersten Blick auf verschiedene Neuheiten aus Korea werfen und auch ein kurzes Hands-On-Video zum Galaxy Nexus und Ice Cream Sandwich erstellen, das auf jeden Fall einen Blick wert ist.

Android 4.0 Ice Cream Sandwich

Wie oben erwähnt feiert Googles neueste Version des mobilen Betriebssystem Android mit dem Samsung Galaxy Nexus ihren Einstand. Mit der Ice Cream Sandwich getauften Revision 4.0 werden die Betriebssysteme für Smartphones und Tablets, die seit Android 3.x Honeycomb getrennt entwickelt wurden, wieder zusammengefasst. Ice Cream Sandwich wird daher auf beiden Geräteklassen anzutreffen sein.

Neben der für bessere Lesbarkeit auf Mobilgeräten neu entwickelten Schrift Roboto hat Google Android 4.0 ein überarbeitetes Design verpasst, das an vielen Stellen Anleihen bei Microsofts Windows Phone 7 und der Metro-Oberfläche des angekündigten Windows 8 genommen hat. Besonders deutlich wird das beim neuen Adressbuch, das unter einem großen Bild des Kontaktes inSamsung Galaxy Nexus i9250 Textform aus anderen Quellen wie Google, Facebook oder Twitter gesammelte Informationen wie Adressen anzeigt. Wischt man auf vom rechten Rand nach links, öffnet sich wie bei Windows 7 Phone eine alternative Ansicht mit weiteren Fotos und Status-Updates der Social Media Dienste. Der Client für Google Mail und der Kalender wurden auf ähnliche Weise angepasst. Neu ist ebenfalls eine fixe Schnellstartleiste am unteren Rand, in der häufig genutzte Links, Ordner und Apps abgelegt werden können. Dazu brauchte man bisher spezielle Apps wie ADW Launcher EX. Die neue Spracheingabe arbeitet schneller als bisher, die Autokorrekturfunktion beim Schreiben wurde verbessert. Systemmeldungen und die Galerie lassen sich jetzt auch vom noch gesperrten Startbildschirm aus aufrufen. Zusätzlich zu Passwort- PIN- oder Mustereingabe kann der Bildschirm jetzt auch über eine Gesichtserkennung entsperrt werden - man darf gespannt sein, wie gut das etwa bei schlechtem Licht funktionieren wird. Der bisher schon sehr gute Android-Browser auf Chrome-Basis soll noch schneller sein als bisher und hält bis zu 16 Tabs gleichzeitig offen. Die Foto App wurde mit Digitalzoom, Panoramafunktion und Fotoeditor ausgestattet. Ob und in welchem Umfang welche Apps Daten über das mobile Internet versenden und empfangen dürfen, kann man unter dem neuen Menüpunkt „Data Usage“ in den Einstellungen genau festlegen. Hier bekommt man auch detaillierte Informationen über den bisherigen Traffic. Auch eine Screenshot-Funktion wurde endlich implementiert - bei den iPads seit der ersten Generation eine Selbstverständlichkeit. 

Fazit Samsung Galaxy Nexus:

Dem nicht gerade günstigen Preis (siehe Live-Preis oben rechts) steht beim Samsung Galaxy Nexus i9250 die neueste und feinste Hardwareausstattung auf dem Markt gegenüber, die keine Wünsche offen lässt. Das enorm hoch auflösende Display mit seinen satten Schwarzwerten sucht seinesgleichen, und auch der schnelle Doppelkernprozessor verweist das nagelneue, teurere iPhone 4S auf die Plätze. Mit dem verbesserten Ice Cream Sandwich steht Apples Betriebssystem iOS jetzt ein Konkurrent gegenüber, der sich mindestens auf Augenhöhe befindet. Die Zeiten der technischen Vorherrschaft des Unternehmens aus Cupertino scheinen zumindest vorerst vorbei zu sein.

Sven Kloevekorn | 24.10.2011 16:24
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