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Canon EOS 600D und Nikon D5100 im Vergleich - komfortabel zum perfekten Foto

 Canon EOS 600D und Nikon D5100 im Vergleich - komfortabel zum perfekten Foto
Foto: canon.de

Die beiden aktuellen digitalen Spiegelreflexkameras Nikon D5100 und Canon EOS 600D gehören zurzeit  nicht nur zu den beliebtesten Kameras ihrer Klasse im eVendi Preisvergleich, sondern sind auch in der Fachpresse auf viel Wohlwollen gestoßen. Die Nikon D5100 wurde etwa in der Ausgabe 05/2011 der CHIP Foto-Video mit 85 von 100 Punkten und der Gesamtnote „gut“ bewertet, während die Kontrahentin von Canon im selben Test ebenfalls die „gute“ Punktzahl von 83 erreicht hat. Die Fachzeitschrift Color Foto hat für beide Kameras nach ausführlichem Test eine Kaufempfehlung ausgesprochen. Die neuen Modelle der beiden Marktführer aus Japan sprechen dieselbe Käufergruppe der ambitionierten Hobbyfotografen mit professionellen Ansprüchen an die Bildqualität an. Da die beiden DSLRs (Digital Single Lens Reflex) außerdem preislich auf dem gleichen Niveau liegen und dabei ein überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten, möchte eVendi diese beiden Kameras heute näher vorstellen.

 Nikon D5100  Canon EOS 600D
Nikon D5100
Canon EOS 600D

Wie wollen wir es halten? Gehäuse, Ergonomie und Ausstattung

Bei beiden Kameras handelt es sich um kompakte DSLRs, die auch für kleine Hände gut geeignet sind, wobei die 600D etwas größer ausgefallen ist als die Nikon, dafür aber auch etwas mehr Halt bietet. Während die Canon mit 570 Gramm im Vergleich zu älteren Modellen schon ein Leichtgewicht ist, unterbietet die Nikon D5100 diesen Wert mit nur 510 Gramm sogar noch. Einen Nachteil kann ein derartig geringes Gewicht allerdings beim Umgang mit großen und schweren Objektiven mit sich bringen, denen fehlt dann das Gegengewicht und die Gesamtkonstruktion wirkt schlecht ausbalanciert. Passend zu den Videofunktionen haben die Hersteller beiden Modellen ein von den Videokameras bekanntes dreh- und schwenkbares Display verpasst. Damit lässt sich nun auch problemlos aus der Hüfte oder aus der Überkopfposition heraus filmen und fotografieren, wobei man das Motiv stets im Blick behalten kann. Dank automatischer Sensorreinigung bleiben den Besitzern der Apparate riskante mechanische Reinigungsvorgänge erspart.

Schauen wir mal. Sucher, Display, Live View

Keine allzu großen Unterschiede gibt es bei den Monitoren der beiden Pixelchampions: Bei vergleichbarer Darstellungsqualität verfügt die Canon über die etwas höhere Auflösung von 1.040.000 Pixeln, die Nikon kommt auf ebenfalls sehr gute 921.000 Pixel. Die Sucher beider Kameras decken 95% des Bildfeldes ab. Die Funktion Live View stellt das Motiv sowie Aufnahmedaten auf dem Monitor dar, sodass fotografiert werden kann, ohne durch den Sucher schauen zu müssen. Während bei beiden Kandidaten optional ein Gitternetz eingeblendet wird, das bei der Bildgestaltung helfen kann oder einfach dazu benutzt wird, die Kamera gerade zu halten, bietet nur die Canon 600D zusätzlich ein Live-Histogramm zur Belichtungsbeurteilung. 

Was hast du denn? Features, Bedienung und Eigenschaften

Auf der Ausstattungsseite bleiben kaum Wünsche offen: Die üblichen Belichtungsprogramme sind selbstverständlich vorhanden, jeweils ergänzt um einige Spezialitäten beider Hersteller. So gibt es bei Canon den Belichtungsmodus „A-DEP“, der automatisch für die größtmögliche Tiefenschärfe sorgt, während bei Nikon die meisten der 16 Programme „Scenes“ genannt werden. Die D5100 verfügt außerdem zusätzlich über sogenannte Effektprogramme, die Namen wie „Miniatureffekt“, „Nachtsicht“ (höchste Empfindlichkeit in Schwarz-weiß) oder „High Key“ tragen. Die Effektprogramme der D5100 kann man übrigens auch beim Filmen verwenden - dazu später mehr.

Nikon D5100

Nikon D5100
Canon EOS 600D

 

Auf der Positivliste der Nikon steht auch die HDR-Funktion (High Dynamic Range). Diese fügt aus mehreren unterschiedlich belichteten Aufnahmen ein Foto mit besonders hoher Dynamik zusammen. Apropos Dynamik: Der Kontrastumfang der Kandidaten umfasst ausgezeichnete zwölf  Blendenstufen. Die Belichtungsmessung funktioniert mit den üblichen, wählbaren Messmethoden wie Spot oder Matrix. In Sachen Autofokus hat die Nikon mit ihren elf Sensoren gegenüber der Canon mit neun Sensoren leicht die Nase vorn - umgekehrt verhält es sich bei der Auslöseverzögerung, die bei der 600D kürzer ausgefallen ist. Ein Kritikpunkt bei der Canon ist – ebenso wie schon bei der 60D - der Umstand, dass der Autofokus im Live View Modus recht träge ist und somit natürlich auch die Auslösung verzögert.

Obwohl beide DSLRs nach einschlägigen Testberichten auch für Einsteiger gut zu bedienen sind, wird insgesamt doch dem besonders flexiblen und einfachen Bedienkonzept der 600D der Vorzug gegeben. Hier freut man sich über und eine besonders einfach und übersichtlich gehaltene Menüstruktur und zahlreiche Bedienelemente, die den direkten und schnellen Zugriff auf häufig benutzte Funktionen gewähren. Eine schöne Idee wurde bei der D5100 umgesetzt: Dreht man hier die Kamera ins Hochformat, drehen sich Texte und Anzeigesymbole mit.

Was guckst du? Videofunktionen

Die Möglichkeit, mit einer DSLR Filme in hoher Qualität zu drehen, gehört zu den wichtigsten und nützlichsten Neuerungen auf dem Markt für digitale Spiegelreflexkameras. Die großen Sensoren, gepaart mit hochwertigen Objektiven, erlauben Filmaufnahmen in professioneller Qualität auch bei schlechten Lichtverhältnissen und - Stichwort Tiefenschärfe - mit mehr kreativer Freiheit als bei jeder preislich vergleichbaren Videokamera. Logischerweise geben unsere beiden Neulinge sich hier keine Blöße: Gefilmt werden kann bis zur Full-HD-Auflösung 1080p bei 30 Bildern pro Sekunde. Trotzdem liegt die Nikon in Sachen Vielseitigkeit beim Filmen eindeutig in Führung: Als eine der ersten DSLRs auf dem Markt schaltet man hier bei Bedarf die kontinuierliche und automatische Nachführung der Schärfe während des Filmens zu. Die Bildschärfe der 600D kann sich bei verändertem Fokus und/oder bewegten Motiven nicht automatisch anpassen, sondern muss manuell quasi halbautomatisch über wiederholte Betätigungen des Auslösers eingestellt werden. Über rudimentäre Filmschnittfunktionen verfügen hingegen beide Kameras, ebenso wie über eine Anschlussmöglichkeit für externe Mikrofone.

Nikon D5100

Canon EOS 600D
Nikon D5100
Canon EOS 600D

 

Siehst du das? Bildqualität

Nicht erst mit den aktuell üblichen DSLR-Auflösungen von wie hier 16 (Nikon) und 18 (Canon) Megapixeln hat sich die Erkenntnis eingestellt, dass Auflösung nicht alles ist. Die Probanden Nikon D5100 und Canon EOS 600D widerlegen das nicht: Trotz Auflösungsunterschied begegnen sich beide Kameras in Sachen Bildqualität insgesamt auf Augenhöhe. Während die EOS 600D bis zu einer Empfindlichkeit von ISO 1600 leicht vorne liegt, übernimmt die Nikon D5100 ab ISO 3200 die Führung - allerdings auch nur mit geringem Vorsprung. Ebenso fast zu vernachlässigen ist der geringe Vorsprung der Nikon beim Kontrastumfang. Schon durch das nächste Firmwareupdate können sich die geringen Unterschiede wieder verschieben.

Fazit

Für Erstkäufer ohne bereits vorhandenen Objektivpark ist die Entscheidung zwischen den beiden Kontrahentinnen Canon EOS 600D und Nikon D5100 gar nicht so einfach. Beide Kameras verfügen über eine reichhaltige Ausstattung, sind einfach zu bedienen und die Bildqualität ist über jeden Zweifel erhaben. Wer auf eine besonders kleine und leichte Kamera Wert legt, ist mit der D5100 ein wenig besser bedient als mit der 600D. Punkten kann die Canon besonders bei Einsteigern mit ihrem überlegenen Bedienkonzept. Die reichhaltigere technische Ausstattung findet der Käufer bei der D5100 vor, ohne dass die 600D sich hier verstecken müsste. Für viele engagierte Hobbyfilmer dürfte letztendlich der sehr nützliche kontinuierliche Autofokus den Ausschlag zugunsten der Nikon D5100 geben.  

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Kommentare

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Kleiner Fehler

"In Sachen Autofokus hat die Canon mit ihren elf Sensoren gegenüber der
Nikon mit neun Sensoren genauso leicht die Nase vorn wie bei der
Auslöseverzögerung, die bei der 600D kürzer ausgefallen ist."

Es ist genau umgekehrt, die Nikon besitzt 11 AF-Messfelder und die Canon nur 9.

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