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Camcorder - Digitale Videokameras im Vergleich

Camcorder - Digitale Videokameras im Vergleich
Foto: www.shop.kom.at

Wer die wichtigsten Momente für die Ewigkeit festhalten möchte, steht heutzutage oft vor der Qual der Wahl. Denn nicht jeder Camcorder ist einfach nur ein Camcorder. Dank unterschiedlicher Video-Formate, diversen Speichermedien und Billig-Produkten wird der Markt für Videokameras immer unübersichtlicher. Mit etwas Know-how findet auch der Laie ein passendes Gerät.

Neben dem Video-Format und Speichermedium unterscheiden sich moderne Camcorder besonders in Größe, Bildqualität und Aufnahmedauer. Auch die Bedienungsfreundlichkeit sowie die Handhabung bei der Bearbeitung am heimischen PC sind nicht bei allen Geräten identisch.

Welcher Hersteller ist zu empfehlen?

Im Segment der Camcorder haben sich über die letzten Jahre besonders Canon, JVC, Panasonic und Sony durch ihre stets hohe Qualität hervorgehoben. Alle vier Hersteller bieten technisch vergleichbare Geräte, sowohl im Hobby- als auch im professionellen Bereich. Von weniger oder unbekannten Herstellern, die mit Dumpingpreisen werben, ist abzuraten. Ein qualitativer Camcorder hält in der Regel einige Jahre und macht sich durch das bessere Endergebnis schnell bezahlt.

MiniDV-Camcorder Panasonic NV-GS330 EG-S




Größe und Gewicht

Vor einem Kauf sollte man sich im Klaren sein, für welche Zwecke eine Videokamera gesucht wird. Eine hochauflösende Kamera mit vielen Funktionen für Filmaufnahmen, oder einen kompakten, handlichen Camcorder, der in der Jackentasche auch für spontane Aktionen bereit sein soll. So kann man schon im Voraus einige Modelle vom Kauf ausschließen.





eVendi Tipp

Je größer und schwerer eine Kamera ist, desto weniger verwackeln die Bilder und desto höher ist die Lichtstärke. Auch bei geringer Helligkeit erzielen Sie mit einer großen Kamera gute Ergebnisse.



Die Formatfrage: SD- oder HD-Kamera


SD-Kameras (Secure Digital Memory Card) bilden den etablierten Standard bei digitalen Video-Kameras. Allen voran bieten MiniDV-Camcorder das beste Preis-Leistungsverhältnis und sind für den Hobby-Bereich zu empfehlen. Trotz des Vormarsches von HD-TV wird es das Format auch noch in einigen Jahren auf dem Markt geben, da es insbesondere preislich deutlich attraktiver ist.

Parallel zu HD-Ready Fernsehern gibt es auch Kameras im Hobby-Bereich, für hochauflösende Videofilme. Bilder im HDV-Format (High Definition Video) haben eine 3-5-mal höhere Auflösung als SD-Kameras. Diese werden dementsprechend nur bei einem vorhandenen HD-TV Gerät sichtbar, zudem sind HDV-Camcorder meist erst in einem deutlich höheren Preissegment erhältlich. Das aktuelleste hochauflösende Format heisst AVCHD. Bei diesem Format wird das Video mit MPEG4 statt MPEG2 komprimiert und statt auf einer Kassette auf einem Chip gespeichert. So hat es kaum Auswirkungen auf die Bildqualität, dafür umso mehr auf das Handling.



Kassette, Chip oder DVD – so zeichnen Sie auf

Wo es einst nur die Kassette zur Aufzeichnung gab, tummeln sich im digitalen Zeitalter diverse Speichermedien auf dem Markt. Zu unterscheiden sind vier Typen:

Kassette (MiniDV / HDV)

Speicherkarte

Festplatte

DVD

Kassetten sind in der Regel die günstigsten Speichermedien. Sie sind bereits ab zwei Euro erhältlich und eignen sich somit bestens zur Archivierung von Videomaterial. Trotz ihres analogen Charakters speichert eine MiniDV-Kassette Videos digital ab. Ebenso wie bei Festplatten-, Speicherkarten- und DVD-Camcordern geschieht dies in SD-Auflösung (PAL). Durch die höhere Datenrate bietet die MiniDV-Kassette jedoch eine höhere Bildqualität, was besonders bei der Videobearbeitung und –Schnitt von Vorteil ist. Als einziges Medium muss hier jedoch manuell gespult werden, um an die jeweilige Stelle zu gelangen. Das geschieht bei den anderen Speicherarten einfach und direkt per Szenenauswahl.

Speicherkarten sind klein und kompakt und gegenüber äußeren Einflüssen sehr robust. Die Aufnahmedauer richtet sich nach der Speicherkapazität. Als Faustformel gilt hier: Auf einen 4GB-Chip passen ungefähr 1 Stunde Videomaterial (nicht HDV).

Festplatten-Camcorder (HDD-Camcorder) bieten Dank ihrer hohen Speicherkapazität eine lange Aufnahmezeit. Ist der Speicher jedoch voll, muss der Inhalt erst auf einem PC gesichert und so die Festplatte geleert werden. Anders als bei einem auswechselbaren Speicherchip kann erst im Anschluss weitergefilmt werden.

DVD-Camcorder bieten den entscheidenden Vorteil, dass das gedrehte Material direkt auf dem heimischen DVD-Player angesehen werden kann. Ein lästiges Überspielen fällt somit weg. In der Praxis gibt es jedoch ab und zu Schwierigkeiten bezüglich der Kompatibilität zu älteren DVD-Playern. So können manche Player die im Camcorder erstellten DVDs nicht abspielen.

Alle Vor- und Nachteile gibt es hier auf einen Blick



Funktionen und Zoom


Alle Modelle von Sony, JVC, Panasonic und Canon bieten in der Grundausstattung eine anständige Vielzahl an Funktionen. Teurere Geräte haben eine Reihe an Zusatzfunktionen, die im Hobbybereich aber nicht weiter gebraucht werden.





eVendi Tipp

Viele Nutzer erfreuen sich an den einstellbaren Effekten. Diese sollten den Kauf jedoch keineswegs beeinflussen, da sie mit fast jedem Computerprogramm im Handumdrehen nachträglich hinzugefügt werden können.



Entscheidender Maßstab sollte daher der Zoomfaktor sein. Wichtig hierbei ist der optische, nicht der digitale Zoom. Ein Zoomfaktor von 10x ist ein guter Wert für Kameras im mittleren Preissegment. Ein digitaler Zoom rechnet die Pixel des Bildes hoch, sodass dieses bei extrem hohem Zoom einem Mosaik gleicht.

Fazit:

Für den Hobby-Bereich ist der MiniDV-Camcorder am ehesten zu empfehlen. Neben der hohen Bildqualität ist dieses Medium bestens für Schnitt und Bearbeitung geeignet. Für den Internet-Nutzer und für PC-Anwender machen Speicherchip- oder HDD-Camcorder durchaus Sinn. Videos werden automatisch im gängigen MPEG-2 Format gespeichert und sind so mit allen gängigen Video-Playern kompatibel.

Camcorder im HD-Format sind derzeit noch recht teuer. Ihr um einiges schärferes Bild kommt erst auf den notwendigen Abspielgeräten zum Vorschein. Um das Material zu bearbeiten, ist zudem ein leistungsstarker Rechner notwendig.

Bei allen Modellen sind die mitgelieferten Akkus ausreichend für kurze Aufnahmen. Wer den Camcorder länger in Betrieb nehmen möchte, sollte zu einem Ersatzakku mit größerer Kapazität greifen. Akkupreise sind recht stabil, es empfiehlt sich daher gleich zu Beginn einen solchen zu kaufen.

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