DVB-C - Digitalfernsehen ohne Antenne

Quelle: www.deetzen.net

Die dritte Ausgabe der Themenreihe „DVB“ befasst sich nach DVB-T und DVB-S nun mit digitalem Fernsehen über Kabel: DVB-C – das C steht für Cable. Neben der terrestrischen Variante DVB-T (über Antenne) und digitalem Fernsehen über Satellit (DVB-S) spielt DVB-C eher eine untergeordnete Rolle. DVB-C ist jedoch besonders für Mieter oder Personen eine Möglichkeit, digitales Fernsehen zu empfangen, die auf Antennen und Satellitenschüsseln verzichten möchten oder gar müssen. Alles über Sender, technische Geräte sowie Vor- und Nachteile gibt es hier.

Das brauchen Sie für den Empfang
DVB-C ist für jeden zu empfangen, der bereits über einen analogen TV-Kabelanschluss im Haus verfügt. Auf der gleichen Leitung werden statt der veralteten analogen Signale digitale Signale gesendet. Um eine höhere Bandbreite zu ermöglichen, sind diese digitalen Signale komprimiert und codiert. Um sie auf einem TV-Gerät sichtbar zu machen, ist ein entsprechender DVB-C Receiver notwendig, der zwischen Steckdose und Fernseher geschaltet wird. Spezielle Empfangsanlagen wie Antenne oder Satellitenschüssel fallen weg.

 


Einige TV-Geräte verfügen bereits über einen integrierten DVB-C Receiver, so dass kein zusätzliches Gerät angeschafft werden muss, wie der Sony KDL-37S4000E


Kosten von DVB-C

Anders als DVB-T und DVB-S, wo lediglich einmalige Kosten in der Anschaffung der Empfangsanlage auf Sie zukommen, fallen bei DVB-C monatliche Nutzungsgebühren an. Bei den drei größten Kabel-Digital-Anbietern Kabel Deutschland, Unitymedia (Hessen & NRW) und Kabel BW (Baden-Württemberg) fallen so momentan 16,90 Euro im Monat an. Zusätzlich bieten diese drei Betreiber kostenpflichtige Exklusiv-Programme an. Unter anderem auch die Fußball-Bundesliga von Premiere.

Mehr zu digitalem Antennenfernsehen und digitalem Fernsehen über Satellit finden Sie unter DVB-T und DVB-S.

Programmvielfalt
Im Bereich der Programmvielfalt hat digitales Kabelfernsehen in den letzten Jahren deutlich aufgeholt. Neben den Öffentlich-Rechtlichen Sendern sind auch alle Sender der RTL-Familie (RTL, RTL2, SuperRTL, n-tv, VOX, RTL-Shop) und alle Sender der ProSiebenSat.1 Media Group (Pro7, Sat.1, Kabel1, N24) empfangbar. Für einen kleinen Aufpreis von ca. 3 Euro/Monat ist auch der Empfang einiger ausländischer Programme möglich.

Vor- und Nachteile auf einen Blick

PRO
  • Sehr gutes Fernsehbild
  • Keine spezielle Empfangsanlage nötig
  • Keine Änderung an der Hausverkabelung nötig
  • Viele Sender
  • Teilweise exklusive Bezahlsender
  • Internet über Kabel im DSL-Tempo regional möglich
  • Telefonieren über Internet (VoIP) regional möglich
  • Video on Demand

CONTRA

  • Nicht flächendeckend verfügbar (ca. 70% der BRD)
  • Extrakosten für den Empfang (Kabelgebühr)

Triple Play – TV, Internet und Telefon
Allein für das Fernsehvergnügen ist das kabelgebundene DVB-C nicht empfehlenswert, da der Empfang über Satellit und Antenne auf lange Sicht preiswerter ist und eine größere Programmvielfalt bietet. Richtig interessant wird DVB-C erst im Zusammenhang mit dem sogenannten „Triple Play“, das TV, Internet und Telefon von nur einem Anbieter ermöglicht. Alle drei Dienste werden über die schnellen TV-Leitungen übertragen. Internet mit High-Speed, Telefonieren wie gewohnt oder als Voice over IP (VoIP) und hochauflösender TV-Genuss kommen dann aus nur einer Steckdose.

Der große Vorteil hierbei ist: Durch die Kabelverbindung ist eine Übertragung in beide Richtungen möglich. Durch diesen Rückkanal können User interaktiv am Fernsehen teilnehmen. Etwa in Shoppingsendungen Kleidung bestellen oder an interaktiven Quizsendungen teilnehmen. Bequem vom heimischen Sofa. Parallel zur Shopping-Sendung kann auf modernen Fernsehern durch die Bild in Bild-Funktion im Internet gesurft und der Preis online bei eVendi.de verglichen werden.
Weiterer Vorteil: durch dieses Triple Play haben Sie nur einen Anbieter, der für alle Bereiche zuständig ist, nur noch eine Rechnung und durch den Dreierpack akzeptable Kosten, als wenn alles einzeln von unterschiedlichen Anbietern bezogen wird.

Ein weiterer Vorteil ist es, Filme bequem von zu Hause aus der Online-Videothek auszuleihen. Dieser Service nennt sich Video on Demand. Bei Preisen ab 3 Euro pro Film kann so ganz spontan ein aktueller Film angeschaut werden. In der Regel laufen Filme über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen zu den Kernzeiten alle halbe Stunde.

Welche Kosten dabei auf Sie zukommen, gibt es hier zusammengefasst für die drei größten deutschen Anbieter: Für Informationen bitte hier klicken.

Geräte und Technik
Das sind alle Geräte, die Sie für das Triple-Play benötigen:


DVB-C Receiver, die sich in diversen Tests hervorgetan haben und von eVendi.de empfohlen werden:

 

DVB-C Receiver mit Festplatte:

 

DVB-C Receiver ohne Festplatte:

 

Fazit
Aufgrund der hohen Kosten ist DVB-C keine Konkurrenz zu DVB-T oder DVB-S. Das digitale Satelliten-Fernsehen bietet die meisten Programme und ist in der Anschaffung nur unwesentlich teurer als das Überallfernsehen per Zimmerantenne. DVB-C ist jedoch eine gute Alternative für Personen, die keine Satellitenschüssel montieren können oder dürfen und zudem außerhalb des Empfangsbereichs von DVB-T wohnen.

Richtig interessant wird DVB-C in Verbindung mit einem Telefon und Internetanschluss aus einer Hand. Das Pendent dazu IPTV, sitzt bereits in den Startlöchern und realisiert alle drei Dienste über den Telefonanschluss.

Sven Kloevekorn | 24.11.2008 13:31
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