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Das richtige Board - Tipps zum Snowboard-Kauf

Das richtige Board - Tipps zum Snowboard-Kauf
Foto: www.skiaccess.com

Snowboardfahren ist lĂ€ngst keine Randsportart mehr. WĂ€hrend manche Snowboarder dies bedauern, weil damit der Reiz des Außergewöhnlichen verloren gegangen ist, freuen sich andere, dass ihre BedĂŒrfnisse inzwischen viel mehr Beachtung finden. Die Zeiten etwa, in denen es an Gondeln und in Skikellern keine Möglichkeiten gab, Snowboards zu befestigen beziehungsweise abzustellen, sind vorbei. Auch haben Boarder heute eine riesige Auswahl an Snowboards in den unterschiedlichsten AusfĂŒhrungen, Designs und Preislagen. Damit Sie sich in diesem Bretter-Dschungel zurechtfinden und Ihr Einstieg in diese faszinierende Wintersportart gelingt, fasst eVendi hier die wichtigsten Hinweise zusammen, die Sie beim Snowboard-Kauf beachten sollten.


LĂ€nge, Breite, HĂ€rte
Die wesentlichen Kriterien fĂŒr das richtige Snowboard sind die LĂ€nge und Breite sowie der HĂ€rtegrad des Bretts. Welche LĂ€nge optimal ist, hĂ€ngt von der GrĂ¶ĂŸe des Fahrers ab. Je grĂ¶ĂŸer Sie sind, desto lĂ€nger sollte auch Ihr Board sein. Bei der Breite kommt es darauf an, wo und wie Sie Ihr Snowboard bevorzugt benutzen wollen: Breitere Bretter fahren sich im Tiefschnee spĂŒrbar leichter, wĂ€hrend schmalere Bretter auf der planierten Piste besser auf Touren kommen. Wenn Sie große FĂŒĂŸe haben, sollte Sie aber unbedingt darauf achten, kein zu schmales Snowboard zu kaufen. Andernfalls kann es sein, dass Ihre Fersen und Fußspitzen durch den Schnee schleifen, wenn Sie die Kanten einsetzen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die HĂ€rte beziehungsweise FlexibilitĂ€t des Boards. HĂ€rtere Bretter fahren sich stabiler auf der Kante und fangen auch bei hohen Geschwindigkeiten nicht an zu flattern. DafĂŒr haben sie den Nachteil, dass sie dem Fahrer ein höheres Können abverlangen und deshalb fĂŒr AnfĂ€nger nur bedingt geeignet sind. Weichere Boards dagegen verzeihen kleinere Fahrfehler, sodass nicht jedes leichte Verkanten gleich zum Sturz fĂŒhrt. Bei höheren Geschwindigkeiten jedoch empfinden ambitionierte Snowboarder das FahrgefĂŒhl auf einem weicheren Brett als zu schwammig und unprĂ€zise.

Welcher Snowboard-Typ sind Sie?

Einsteiger-Boards wie etwa das Nitro T2 151, das Nitro Misfit 155 oder das Nitro Shield Venti 162 finden Sie im Preisvergleich schon fĂŒr weniger als 200 Euro. FĂŒr ein Edel-Brett wie zum Beispiel das Burton Method 158 2009/10 mĂŒssen Sie dagegen knapp 1500 Euro einplanen. Neben Nitro und Burton sind beispielsweise auch Atomic, Flow, Rome, Forum, Crazy Creek, DC und Bataleon beliebte und bewĂ€hrte Snowboard-Marken. Je nach Terrain und Orientierung gibt es verschiedene Grundformen von Boards. Wenn Sie auf Geschwindigkeit aus sind, sollten Sie zu einem Raceboard beziehungsweise Alpinboard greifen. Wenn es Sie mehr reizt, Tricks und SprĂŒnge im Funpark zu meistern, ist ein Freestyleboard die richtige Wahl. Falls fĂŒr Ihre Interessen ein klares „sowohl als auch“ gilt, ist ein Freerideboard ein guter Kompromiss. NĂ€here Details zu den verschiedenen Snowboard-Typen finden Sie hier:

Freestyleboard – fĂŒr Einsteiger und Funpark-Profis
Sowohl Profis als auch AnfĂ€nger greifen gerne zu diesem Typ, denn mit solch einem Brett lĂ€sst sich so gut wie alles befahren. Ein Freestyleboard zeichnet sich wegen seiner FlexibilitĂ€t und der Form als ideales Spaßbrett aus. Dennoch sind Sie mit einem solchen Board nicht nur auf Kickern, Rails und in Halfpipes bestens unterwegs sondern auch im Tiefschnee und auf der Piste. FĂŒr höheres Tempo ist es jedoch speziell auf stark verspurten Pisten eher ungeeignet. Es wird mit Softboots und einer Freestylebindung gefahren. Dadurch wird die große Beweglichkeit erreicht, die beim Freestylen notwendig ist.
LĂ€nge: Ein Freestyleboard sollte Ihnen bis zum Kinn oder maximal bis zur Nase reichen.
Beweglichkeit: * * * * *
Handling: * * * * *
Speed: * *

eVendi Tipp
FĂŒr den Anfang eignet sich ein Freestyleboard am besten. Durch seine Kompaktheit erleichtert es die ersten Turns und dank seiner FlexibilitĂ€t verzeiht es die typischen AnfĂ€ngerfehler am ehesten. So bleiben Einsteiger motiviert, weil die ersten Erfolgserlebnisse nicht lange auf sich warten lassen. Wer jedoch nach der ersten Einstiegsphase auch etwas flotter unterwegs sein möchte, sollte lieber gleich ein Freerideboard kaufen, denn ein Freestyleboard stĂ¶ĂŸt in diesem Punkt schnell an seine Grenzen.

Freerideboard – die Allround-Lösung
Ein Freerideboard ist ideal fĂŒr diejenigen, die von allem ein bisschen wollen: mal feste Piste und mal Tiefschnee, mal Tricksen und mal Schussfahren. Durch die einem Freestyleboard Ă€hnliche Form ist ein Freerideboard vergleichsweise leicht zu handhaben und gibt im Tiefschnee besten Auftrieb. Auf der Piste bietet das Board durch die grĂ¶ĂŸere LĂ€nge und HĂ€rte mehr Fahrspaß, weil es bei höheren Geschwindigkeiten Unebenheiten besser wegsteckt. DafĂŒr ist es aber nicht ganz so gut fĂŒr Funparks und Co. geeignet. Wer aber meist abseits der prĂ€parierten Pisten unterwegs sein will, hat auf die Dauer an einem Freerideboard am meisten Freude. Auch diese Boards werden normalerweise mit Softboots und einer Freestylebindung gefahren. Die ÜbergĂ€nge zwischen Freestyle- und Freerideboard sind generell fließend.
LÀnge: Etwas lÀnger als ein Freestyleboard. Es sollte Ihnen etwa bis an die Stirn reichen.
Beweglichkeit: * * * *
Handling: * * * *
Speed: * * * *

 
Raceboard – Rennspaß auf der Piste
Ein Race- oder Alpinboard ist das richtige fĂŒr alle Geschwindigkeitsfreaks, die Snowboarden als Rennsport betreiben wollen. Je besser und schneller Sie fahren, desto lĂ€nger und hĂ€rter sollte Ihr Board sein. Durch die schmale und lange Bauweise sowie die erhöhte Vorspannung eines Raceboards lassen sich rasante und enge Kurven in die Piste „schneiden“. Mit einem solchen Board wird es selbst fĂŒr sehr geĂŒbte Skifahrer Ă€ußerst schwierig, Sie abzuhĂ€ngen. Auf der anderen Seite ist es fĂŒr Tiefschnee weniger und fĂŒr Tricks und SprĂŒnge gĂ€nzlich ungeeignet. Ein Race- oder Alpinboard wird gewöhnlich mit einer Plattenbindung und Hardboots gefahren. Zu empfehlen ist dieser Snowboard-Typ nur denjenigen, die bereits ĂŒber einige Erfahrung verfĂŒgen. Denn je hĂ€rter die Vorspannung ist, desto leichter kommt es zum Verkanten und in der Folge zum Sturz.
LĂ€nge: Genau wie ein Freerideboard sollte ein Raceboard Ihnen etwa bis zur Stirn reichen. Manche bevorzugen ein kĂŒrzeres und damit wendigeres Board, andere wiederum ein lĂ€ngeres Brett, das mehr StabilitĂ€t bietet und höhere Geschwindigkeiten ermöglicht.
Beweglichkeit: * *
Handling: * * * *
Speed: * * * * *

eVendi Tipp
Nicht nur Speedjunkies sollten vor der Skireise an ihre Sicherheit denken. Auch wenn er immer noch nicht vorgeschrieben ist, sollte ein Snowboard-Helm Pflicht sein. ZusĂ€tzliche Sicherheit bietet ein RĂŒckenpanzer, der bei einem Sturz die empfindliche WirbelsĂ€ule schĂŒtzt.

Splitboard – Tourenboard fĂŒr Backcountry-Enthusiasten
Ein Splitboard ist optimal fĂŒr Snowboard-Skiwanderer. Dank einer ausgeklĂŒgelten Mechanik lĂ€sst es sich leicht der LĂ€nge nach in zwei HĂ€lften zerlegen. Auf diese Weise können Sie es Ă€hnlich wie Schneeschuhe oder Tourenski zum Aufstieg verwenden. Dazu werden Felle unter das Board geklemmt und mit Hilfe von Teleskopstöcken wird dann der Berg erklommen. Oben angekommen werden die zwei HĂ€lften wieder zusammengesetzt. So hat der Snowboard-Wanderer zur Abfahrt ĂŒber den unberĂŒhrten Tiefschnee wieder ein normales Board unter den FĂŒĂŸen.
Beweglichkeit: * * *
Handling: * *
Speed: * *
(MobilitÀt: * * * * * )


Sicherer Fahrspaß abseits der Piste
Bereits als Einsteiger fĂŒhlen sich die meisten Snowboarder von Tiefschneefeldern abseits der prĂ€parierten Pisten geradezu magisch angezogen. Kein Wunder, denn hier sind Snowboardfahrer in ihrem Element: WĂ€hrend das Tiefschneefahren auf Skiern harte Arbeit ist und viel Übung erfordert, gelingt es auf dem Snowboard selbst AnfĂ€ngern schon bald lĂ€ssig und locker. Damit der Backcountry-Spaß nicht böse endet, sollten Sie sich jedoch auf keinen Fall allein auf unbekanntes Terrain wagen. Nehmen Sie lieber die Dienste eines ortskundigen BergfĂŒhrers in Anspruch. Außerdem empfiehlt es sich unbedingt, auf Touren außerhalb der Skigebiete ein LVS (LawinenverschĂŒtteten-SuchgerĂ€t) wie etwa das Ortovox Oatroller LVS-GerĂ€t bei sich zu tragen. FĂŒr noch mehr Sicherheit sorgen Lawinenairbagsysteme wie zum Beispiel die ABS Base Unit + Vario Ultralight 18: Die Airbags bewirken im Ernstfall, dass der TrĂ€ger an der OberflĂ€che der Lawine „schwimmt“ und daher nicht oder kaum ausgegraben werden muss.

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