Sommerreifen - Die Sieger bei ADAC und Stiftung Warentest
Nach Schnee und Glätte macht das Autofahren bald wieder mehr Spaß, was allerdings auch bedeutet, dass viele Autofahrer in einen neuen Satz Sommerreifen investieren müssen. Es gibt aber auch Autofahrer, die sich immer wieder die Frage stellen: Warum die Reifen wechseln, wenn die Winterreifen es doch auch noch tun? Dabei ist es genau so wichtig von Winterreifen auf Sommerreifen zu wechseln, wie umgekehrt. Die Reifen für die warme Jahreszeit haben eine andere Gummimischung, die auch hohe Temperaturen verträgt. Zusätzlich kann mit den Reifen schneller gefahren werden und sie nutzen sich nicht so schnell ab, wie Winterreifen. Wer also auch im Sommer sicher mit dem Auto unterwegs sein will, sollte nicht vergessen umzurüsten. Auch ADAC und Stiftung Warentest haben sich wieder dem Thema Sommerreifen gewidmet und verschiedene Modelle genauer unter die Lupe genommen. Welche Testsieger und Verlierer es gibt, auf welche Preise Sie sich gefasst machen müssen und was Sie beim Kauf der Reifen beachten müssen, erfahren Sie hier.
Testergebnisse
ADAC und Stiftung Warentest haben dieses Jahr in den Dimensionen 175/65 R14 T und 195/65 R15 V getestet. Die 175/65 R14 T finden sich vor allem an Klein- und Kompaktklassefahrzeugen. Mit der zweiten getesteten Dimension sind meist Mittelklassefahrzeuge ausgestattet.
Die Spreu
Sommerreifen sollen nicht nur auf trockenen Straßen für ein komfortables und sicheres Fahrerlebnis sorgen, sie sollen auch bei Nässe noch ihren Zweck erfüllen – nämlich wenn mal scharf gebremst werden muss und das Auto auch wirklich zum Stillstand kommen soll.In den letzten Jahren waren viele der getesteten Reifen genau dazu nicht in der Lage. Insbesondere No-Name-Reifen versagten auf nasser Fahrbahn. Dieses Jahr fiel das Ergebnis in diesem Bereich überraschen positiv aus. Besonders die Zeitschrift ADAC Motorwelt betonte in ihrem Test, dass auch einige unbekannte Hersteller der Sommerreifen gut abschnitten. Dazu zählt unter anderem der Reifen von dem Schweizer Hersteller Maloya. Der Maloya Lugano überzeugte in allen sicherheitsrelevanten Disziplinen mit einem guten Ergebnis. Aber auch dieses Jahr gab es Reifen, die auf nasser Strecke Schwächen aufwiesen. Überraschend: Unter den schwächeren Sommerreifen waren auch bekannte Reifen-Hersteller wie Goodyear oder Dunlop.
Die Reifen im Überblick:
Auch im Test von Stiftung Warentest überzeugten die oben genannten Reifen nur mit einem befriedigenden Ergebnis.

Der Weizen
Stiftung Warentest überzeugte ganz besonders der Continental Premium Contact 2 175/65 R14 T und wurde mit der Gesamtnote „2,1“ ausgezeichnet. Gutes Fahrverhalten bei nasser Fahrbahn, sehr gutes Fahrverhalten auf trockener Straße und besonders gute Umwelteigenschaften machen den Reifen zum Testsieger. Der Vredestein Sportrac 3 195/65 R15 V ist laut ADAC besonders empfehlenswert. Er überzeugt sowohl auf trockener als auch auf nasser Straße. Geringer Verschleiß und Kraftstoffverbrauch heben ihn außerdem hervor.
Gut abgeschnitten haben außerdem: Der Michelin EnergySaver, der Nokian V und der Uniroyal RainExpert.
Preisspannen
Wie schon im Winterreifentest sind die Preisangaben der Tester eher vage. Trotzdem gehen auch hier die Preisspannen weit auseinander. Ein Preisvergleich im Internet ist daher sehr empfehlenswert. Beispielsweise gibt es den Michelin EnergySaver, bei eVendi aktuell ca. 40 Euro preiswerter, als im Test angegeben. Bei einem kompletten Reifensatz können so mal eben 160 Euro gespart werden.
Allerdings sollte natürlich nicht nur der Preis entscheiden, sondern vor allem die Qualität. In diesem Fall ist das sogar kaum ein Problem, denn die Testsieger sind kaum teurer, als die Verlierer-Pneus.
Tipps zum Kauf
Um schnell und einfach den richtigen Reifen zu finden, hier ein paar Tipps auf die beim Kauf geachtet werden sollten:
Größe: Die Größe wird, wie oben schon erwähnt in verschiedene Fahrzeugklassetypen eingeteilt. Wie beispielsweise die getesteten Reifen in der Größe 175/65 R14 T (Klein- und Kompaktklassewagen) und in die Größe 195/65 R15 V (Kompakt- und Mittelklassewagen). Erkundigen Sie sich vor dem Reifenkauf, welche Größe Sie benötigen. Sie finden die entsprechenden Angaben in Ihrem Fahrzeugschein.
Geschwindigkeit: Nicht mit allen Reifen dürfen Sie auch die angegebene Höchstgeschwindigkeit, beispielsweise auf der Autobahn, fahren. Das Geschwindigkeitssymbol der Reifendimension gibt an, wie schnell Sie maximal fahren dürfen. Das T der 175er Dimension steht hier für 190 Kilometer pro Stunde und das V der 195er Serie für 240 Kilometer pro Stunde.
Energiekennzeichnung: Diese kommt zwar erst im Jahr 2012, aber schon jetzt können Sie sich vorweg informieren, was ihr Wunschreifen an Kraftstoffverbrauch mit sich bringt. Auch die Nasshaftung und die Abrollgeräusche können Sie erfragen.
Ab 2019 werden dann Buchstaben die Energieeffizienz der Reifen kennzeichnen. Mit einem grünem „A“ werden Reifen mit einer besonders guten Effizienz gekennzeichnet. Ein rotes „G“ warnt dann vor den Pneus mit einer besonders schlechten Effizienz. In den Tests von Stiftung Warentest und vom ADAC können Sie diese Kriterien alle noch einmal nachlesen.
Die getesteten Sommerreifen 2011 bei uns im Preisvergleich
| Reifengröße 175/65 R14 T (maximal 190 km/h) | ||
| Sommerreifen-Modell |
Testurteil Stiftung Warentest |
Testurteil ADAC |
| Continental Premium Contact 2 | 2,1 |
2,0 |
| Michelin EnergySaver | 2,2 |
2,0 |
| Uniroyal RainExpert | 2,2 | 2,0 |
| Semperit Comfort-Life 2 |
2,5 |
2,0 |
| Firestone Multihawk | 2,7 |
3,0 |
| Fulda EcoControl | 2,9 |
3,0 |
| Dunlop SP Street Response | 3,1 |
3,0 |
| Goodyear DuraGrip | 3,1 |
3,0 |
| Reifengröße 195/65 R15 V (maximal 190 km/h) | ||
| Sommerreifen-Modell |
Testurteil Stiftung Warentest |
Testurteil ADAC |
| Vredestein Sportrac 3 | 2,1 |
2,0 |
| Maloya Lugano | 2,2 |
2,0 |
| Nokian V | 2,2 | 2,0 |
| Continental Premium-Contact 2 |
2,3 |
2,0 |
| Dunlop SP Sport Fast Response | 2,3 |
2,0 |
| Semperit Speed-Life | 2,4 |
2,0 |
| Firestone TZ 300 | 2,8 |
3,0 |
| Goodyear EfficientGrip | 3,1 |
3,0 |
| Michelin EnergySaver | 3,1 |
3,0 |
| Falken ZIEX ZE-912 | 3,2 |
3,0 |
eVendi Tipp
Egal, ob Neu- oder Gebrauchtwagen, achten Sie bei jedem Auto auf eine gute Bereifung.
Fazit
Der Wechsel auf Sommerreifen ist genau so wichtig, wie der Wechsel auf Winterreifen. Auch die von Ihnen abgeschlossene Autoversicherung greift meistens nur, wenn Sie bei einem Unfall mit der richtigen Bereifung unterwegs waren. Zögern Sie also nicht! So halten ihre Winterreifen länger und können auch in der nächsten kalten Jahreszeit wieder verwendet werden. Hinzu kommt, dass die Reifen für die warme Jahreszeit eine andere Beschaffenheit haben und besser mit den hohen Temperaturen umgehen können. Der Verschleiß ist so wesentlich geringer. Angst vor zu hohen Kosten müssen Umrüster nicht haben, denn die Sommerreifen sind preiswerter als vermutet. Wer den richtigen Reifen für sich finden will, sollte die Tests von Stiftung Warentest und ADAC unbedingt genauer unter die Lupe nehmen. Um jedoch auch noch etwas Geld zu sparen empfiehlt sich auch hier: Preisvergleich nicht vergessen!





