ATX
Abkürzung für "Advanced Technology eXtended" ATX ist ein etwa 1999 eingeführter sogenannter "Formfaktor", der primär die Größe von Mainboards festlegt sowie die Lage und Art der Anschlüsse für Schnittstellen (parallel, seriell, USB...) und die Stromversorgung. Dadurch wird auch ein entsprechendes Design der Gehäuse für Rechner sowie der Netzteile festgelegt. Wesentliche Neuerungen des ATX Standards gegenüber dem älteren AT-Standard sind die Zusammenfassung aller Schnittstellen in einem Bereich des Mainboards, wodurch sie direkt durch entsprechende Öffnungen im Gehäuse herausgeführt werden können (früher waren dafür meist zusätzliche Bleche und eine Verbindung mittels Flachbandkabel zum Mainboard notwendig), die Einführung von PS/2 Verbindungen für Maus und Tastatur, wodurch beide serielle Schnittstellen für andere Anwendungen frei bleiben, sowie ein neuer Stecker zur Stromversorgung, der zum einen verpolungssicher ist (nach dem alten Standard gab es zwei identische Verbindungen, die aber unterschiedlich beschaltet waren), der auch zusätzliche Kontakte für weitere Versorgungsspannungen bietet (das Netzteil gibt nunmehr direkt 3,3 V ab, hierfür ist kein separater Spannungswandler auf dem Mainboard mehr erforderlich) sowie eine Steuerleitung enthält, die ein softwaregesteuertes Ein- und Ausschalten des Rechners ermöglicht. Aufgrund des unterschiedlichen Steckers der Stromversorgung können Gehäuse im allgemeinen nur Mainboards nach dem neuen (ATX) oder nach dem alten (AT, Baby AT...) Standard aufnehmen.